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    <title>creaffective Blog (Artikel mit Tag denken)</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/</link>
    <description>systematische Kreativität &amp; Innovation, 有系統的創意 &amp; 創新. Florian Rustler &amp; Dao-Wen Chang</description>
    <dc:language>de</dc:language>
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    <title>Wie kindliches Denken zu mehr Innovation verhilft</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/03-04-2010.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    Seit kurzem gibt es auf der TED-Website eine Rede der 12 (zwölf!) jährigen Adora Svitak, einer Bloggerin und Autorin, über die Besonderheit des kindlichen Denkens. Kaum zu glauben, dass Adora erst 12 Jahre alt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;446&quot; height=&quot;326&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;bgColor&quot; value=&quot;#ffffff&quot;&gt;&lt;/param&gt; &lt;param name=&quot;flashvars&quot; value=&quot;vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/AdoraSvitak_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/AdoraSvitak-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=815&amp;introDuration=16500&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=2000&amp;adKeys=talk=adora_svitak;year=2010;theme=ted_under_30;theme=the_creative_spark;theme=how_we_learn;theme=new_on_ted_com;theme=unconventional_explanations;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;&quot; /&gt;&lt;embed src=&quot;http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf&quot; pluginspace=&quot;http://www.macromedia.com/go/getflashplayer&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; bgColor=&quot;#ffffff&quot; width=&quot;446&quot; height=&quot;326&quot; allowFullScreen=&quot;true&quot; flashvars=&quot;vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/AdoraSvitak_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/AdoraSvitak-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=815&amp;introDuration=16500&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=2000&amp;adKeys=talk=adora_svitak;year=2010;theme=ted_under_30;theme=the_creative_spark;theme=how_we_learn;theme=new_on_ted_com;theme=unconventional_explanations;event=TED2010;&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Rede beschreibt sie einige Unterschiede zwischen dem kindlichen und dem erwachsenen Denken.&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Kinder: Offen und ohne Begrenzungen&lt;/h2&gt;&lt;br /&gt;
Das kindliche Denken zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nur wenige Beschränkungen und Begrenzungen gibt und es offen in alle Richtungen ist. Nichts scheint erst einmal unmöglich, nur selten hört man von Kindern den Satz, „das geht nicht, weil...“.Gerade dieses Fehlen von Begrenzungen lässt das Denken von Kindern für uns Erwachsene so erfrischend erscheinen, negativ ausgedrückt naiv und realistisch.&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Erwachsene: Bewertend und kritisch&lt;/h2&gt;&lt;br /&gt;
Die Denkweise von Erwachsenen dagegen ist ganz anders. Erwachsene denken kritisch und &quot;realistisch&quot; und wissen was möglich ist und was nicht. Das heißt, im Gegensatz zu Kindern, haben Erwachsene viele Begrenzungen in den Köpfen, die das Gedachte sofort bewerten und beurteilen können. Je mehr Erfahrung ein Mensch hat, desto mehr geistige Skripten bilden sich in einem Gehirn und desto schwerer fällt es uns, uns von diesen vorhandenen Mustern zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Innovation benötigt beides, das kindliche und das erwachsene Denken&lt;/h2&gt;&lt;br /&gt;
In meinen &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/leistungen/seminare/kreativitaetstraining/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kreativitätstrainings&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/leistungen/innovationsworkshop-kreativworkshop/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Innovationsworkshops&lt;/a&gt; führe ich die Teilnehmer am Anfang immer in das wichtigste Prinzip der erfolgreichen kreativen Problemlösung ein. Die Trennung von divergierendem und konvergierenden Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Namen bereits verraten, handelt es sich beim divergierenden Denken um, &lt;strong&gt;eine breite Suche nach vielen unterschiedlichen und neuen Alternativen&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim konvergierenden Denken geht es&lt;strong&gt; um eine fokussierte positive/ bejahende Evaluation der Alternativen&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Arten entsprechen grob dem kindlichen Denken und dem erwachsenen Denken, mit dem Zusatz, dass das konvergierende Denken nach bestimmten Regeln erfolgt und auch Schwachpunkte und Bedenken auf konstruktive Weise formuliert und behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für das Entwickeln neuer Lösungen, die funktionieren ist dabei, dass diese beiden Arten des Denkens von einander getrennt werden und nacheinander erfolgen. Genau das bleibt in vielen Köpfen von Erwachsenen und in 99% aller Gruppenbesprechungen mit Erwachsenen aus. Die beiden Arten werden vermischt, was dazu führt, dass kindlichen Denken ohne Begrenzungen sofort wieder vom kritischen Denken eingefangen wird und wir uns immer im Bereich dessen bewegen, was wir schon immer gedacht haben. Wir Erwachsenen können uns nur schwer aus unserem &quot;erwachsenen&quot; Denken lösen und betrachten das divergierende Denken oft als unangebracht und kindisch.&lt;br /&gt;
Für Innovation ist daher eine Balance zwischen dem kindlichen (nicht kindischen!) und verspielten Denken (divergierend) und dem kritischen Denken (konvergierend) und eine strikte Trennung dieser beiden Denkarten zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:381 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;464&quot;  src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/divergierend-konvergierend.png&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer schon etwas älteren, aber genialen TED-Rede zeigt Ken Robinson, wie vor allem die Schule aus Kindern, die ihre Kreativität auf ganz natürliche Weise ausdrücken schrittweise &quot;Erwachsene&quot; macht, die vor allem kritisch denken und immer wissen, warum etwas nicht gehen kann und wo das Problem liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;334&quot; height=&quot;326&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;bgColor&quot; value=&quot;#ffffff&quot;&gt;&lt;/param&gt; &lt;param name=&quot;flashvars&quot; value=&quot;vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/SirKenRobinson_2006-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/SirKenRobinson-2006.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=320&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=66&amp;introDuration=16500&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=2000&amp;adKeys=talk=ken_robinson_says_schools_kill_creativity;year=2006;theme=master_storytellers;theme=how_the_mind_works;theme=bold_predictions_stern_warnings;theme=top_10_tedtalks;theme=the_creative_spark;theme=how_we_learn;event=TED2006;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;&quot; /&gt;&lt;embed src=&quot;http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf&quot; pluginspace=&quot;http://www.macromedia.com/go/getflashplayer&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; bgColor=&quot;#ffffff&quot; width=&quot;334&quot; height=&quot;326&quot; allowFullScreen=&quot;true&quot; flashvars=&quot;vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/SirKenRobinson_2006-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/SirKenRobinson-2006.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=320&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=66&amp;introDuration=16500&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=2000&amp;adKeys=talk=ken_robinson_says_schools_kill_creativity;year=2006;theme=master_storytellers;theme=how_the_mind_works;theme=bold_predictions_stern_warnings;theme=top_10_tedtalks;theme=the_creative_spark;theme=how_we_learn;event=TED2006;&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; 
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    <pubDate>Sat, 03 Apr 2010 18:32:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.creaffective.de/blog/archives/03-04-2010.html</guid>
    <category>denken</category>
<category>innovation</category>
<category>kreativität</category>

</item>
<item>
    <title>War es ein evolutionärer Vorteil, nicht kreativ zu sein?</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/30-01-2009.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    Gestern Abend bei unserer Denkclubsitzung hat sich eine hoch spannende Diskussion entwickelt. Die These lautet: Es brachte dem Menschen lange Zeit einen evolutionären Vorteil, nicht kreativ zu sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schnelles Urteil anstelle der Suche nach Alternativen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Hintergrund und Ausgangspunkt der Diskussion war die Unterscheidung zwischen &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/02-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;divergierendem und konvergierendem Denken&lt;/a&gt;, also einem Denken das unzensiert in die Breite geht und nach Quantität strebt (divergierend) und einem Denken, dass eng, fokussiert und bewertend vorgeht (konvergierend).&lt;br /&gt;
Die Trennung dieser beiden Phasen des Denkens divergierend und konvergierend ist essentiell für die Entwicklung neuer Ideen und Lösungen und sollte Grundbestandteil eines jeden Kreativtrainings oder Kreativworkshops sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:236 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;221&quot; height=&quot;143&quot; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/AlligatorWalking.gif&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Wir kennen es alle, dass die meisten Menschen (das kann man ohne Übertreibung sagen) sehr schnell eng und fokussiert denken und schnell ein Urteil fällen und große Schwierigkeiten haben, die Beurteilung zurück zu stellen und offen für Alternativen zu bleiben. Während meiner Facilitator-Ausbildung in den USA habe ich dafür den Begriff &quot;Krokodil-Reaktion&quot; gelernt. Eine Krokodil-Reaktion spielt auf die Metapher des Reptiliengehirns an, ein evolutionär älterer Teil unseres Gehirns, in dem z.B. die Amygdala sitzt, die aktiviert wird, wenn Angst und negative Emotionen im Spiel sind. In solchen Situationen, z.B. wenn ich auf dem Waldboden eine Schlange sehe, brachte es einen evolutionären Vorteil, schnell und sozusagen automatisch zu handeln. Es ist sozusagen eine Überlebensreaktion. Diese zeigt sich heute noch schön in Diskussionen, wenn Menschen den Status quo in Gefahr sehen und nun alle Mittel darauf verwenden, diesen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
Die Hirnforschung hat auch gezeigt (siehe das Buch &lt;em&gt;Lernen &lt;/em&gt;von Prof. Manfred Spitzer), dass in Situationen, in welchen die Amygdala aktiviert wird, ein enger und routinenhafter Stil des Denkens aktiviert wird und geistige Transferleistungen oder das Entwickeln neuer Lösungen nur sehr eingeschränkt funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gezielt in neuen Bahnen denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor, der hinzu kommt und auf den auch Edward de Bono in seinem Buch &lt;em&gt;lateral thinking &lt;/em&gt;hingewiesen hat, ist, dass sich im Gehirn angelegte Denkmuster mit der Häufigkeit ihrer Benutzung verstärken. Je öfter man also eine Spur im Schnee austritt, desto tiefer und fester wird diese. In der Psychologie spricht man hier auch von sogenannten &quot;Skripten&quot;, die ablaufen, wenn ich in einen bestimmten Kontext gerate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen hirnbiologischen Gründen neigen wir schnell dazu schnell, bestehende Denkmuster abzurufen (das ist effizient) und neue Dinge schnell auch in bereits angelegten Kategorien zu beurteilen. Die brachte in der Evolution durchaus viele Vorteile, besonders wenn sehr schnelle Entscheidungen (Überlebensreaktionen) gefordert waren.&lt;br /&gt;
Das Problem heute ist, dass diese Denkeffizienz oft keine Vorteile mit sich bringt, sondern im Gegenteil: Wenn wir immer so denken, wie wir schon immer gedacht haben, werden wir auch genau das wieder erhalten, was wir schon immer gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund hat Edward de Bono auch seine Techniken des lateralen Denkens entwickelt (z.B. &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/17-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erzwungene Verbindung&lt;/a&gt;), die den Denker bewusst aus der Denkbahn werfen und ihn sozusagen zwingen, einen neuen Weg zu suchen. De Bono und auch sein ehemaliger Partner &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.schoolofthinking.org/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.schoolofthinking.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Michael Hewitt-Gleeson &lt;/a&gt; argumentieren außerdem, dass die westliche kulturelle Software, das konvergierende Denken in besonderem Maße betont und wir hier im Westen von klein auf auf schnelles Urteilen sozialisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Glück lässt sich eine Haltung, in der vorschnelles Beurteilen verhindert und divergentes Denken ermöglicht wird, trainieren und durch den Einsatz von Denkwerkzeugen gezielt ermöglichen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 30 Jan 2009 13:08:00 +0100</pubDate>
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    <category>debono</category>
<category>denken</category>
<category>denkwerkzeuge</category>
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<category>kreativität</category>
<category>laterales denken</category>
<category>lernen</category>

</item>
<item>
    <title>Adventskalender der Denkwerkzeuge 24: Besser denken mit Denkwerkzeugen</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/24-12-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;!-- s9ymdb:197 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/adventskalenderderdenkwerkzeuge.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;So, das wars, so schnell sind 24 Folgen des Adventskalender der Denkwerkzeuge vorbei. Ich hoffe, es war der eine oder andere hilfreiche Anregung für Sie dabei! Mir ist bewusst, dass man diese vielfältigen Denkwerkzeuge nicht vom lesen alleine lernt. Viele Menschen brauchen konkrete Übungen und Anwendungsbeispiele, deshalb gebe ich ja auch &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/index.php?id=3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Trainings&lt;/a&gt; zu diesen Themen und deshalb habe ich unter anderem dem &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/05-09-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Münchner Denkclub&lt;/a&gt; ins Leben gerufen (Für alle, die in der Nähe von Würzburg leben, hier gibt es den &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.denkclub.de&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.denkclub.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Würzburger Denkclub&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
Dennoch hoffe ich, dass Sie beim Lesen etwas über Denkwerkzeuge und Verfahren der kreativen Problemlösung gelernt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Weihnachtsgeschenk gibt es heute noch einmal eine Zusammenfassung mit Links zu den jeweiligen Artikeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Anfang habe ich mich mit einer Einführung und &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/01-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Definition&lt;/a&gt; von Denkwerkzeugen beschäftigt, damit klar wird, was ich darunter verstehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Grundlagen des Denkens&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Kreative Problemlöseprozesse zeichnen sich durch &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/02-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zwei getrennte Denkoperationen&lt;/a&gt; aus, einem in die breiten gehenden spielerischen Denken, und einem ernsthafteren und fokussierten Denken. Beide haben unterschiedliche &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/03-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Grundregeln&lt;/a&gt; ohne die es nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Verfahren, die Denkwerkzeuge strukturieren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Neben einzelnen Denkwerkzeugen, die zumindest ursprünglich für einen bestimmten Zweck entwickelt wurden, gibt es Verfahren, die kreative Problemlöseprozesse strukturieren und organisieren. Diese habe ich nach dem Grad Ihrer Komplexität und Feinheit vorgestellt. Zwei eher einfachere Frameworks wie diese Verfahren im Englischen so schön heißen wurden von Edward de Bono entwickelt: &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/05-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die 6 Hüte&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/06-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;TO-LO-PO-SO-GO&lt;/a&gt;. Das ausgefeilteste und am besten erforschte Verfahren ist das &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/07-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Creative Problem Solving (CPS)&lt;/a&gt; Verfahren.&lt;br /&gt;
Innerhalb dieser Verfahren kommen verschiedene &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/08-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Denkarten&lt;/a&gt; zum Einsatz, die die Wissenschaft kategorisiert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Baukasten der Denkwerkzeuge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Den Hauptteil dieses Adventskalenders machten die Kurzvorstellung einzelner Denkwerkzeuge aus, die wiederum grob nach Ihrem Zweck geordnet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Finden der Herausforderung und Klären des Problems&lt;/strong&gt;&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/09-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wunschdenken&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/10-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erfolgszonen&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/11-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die 6Ws&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/12-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Netz der Abstraktion&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/13-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aussagenstarter&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/14-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hervorheben&lt;/a&gt;&lt;/ul&gt;&lt;strong&gt;Finden von Ideen&lt;/strong&gt;&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/16-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Brainstorming&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/17-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erzwungene Verbindung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/18-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Brainwriting&lt;/a&gt;&lt;/ul&gt;&lt;strong&gt;Bewerten und stärken von Ideen&lt;/strong&gt;&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/19-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;PMI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/20-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;PPCO&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/21-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bewertungsmatrix&lt;/a&gt;&lt;/ul&gt;&lt;strong&gt;Schaffen von Akzeptanz&lt;/strong&gt;&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/22-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stakeholderanalyse&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/23-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Consequence &amp;amp; Sequel&lt;/a&gt;&lt;/ul&gt;Allgemein zur Visualisierung des Denkens kann die Technik des &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/15-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mind Mapping&lt;/a&gt; helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt bleibt mir nur noch Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr zu wünschen. Eine Schreibpause bis zum 05.01.09 habe ich mir jetzt verdient &lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 24 Dec 2008 00:10:00 +0100</pubDate>
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    <title>Adventskalender der Denkwerkzeuge 8: Sieben Denkfertigkeiten</title>
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:197 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/adventskalenderderdenkwerkzeuge.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;In der Kreativitätsforschung werden den Phasen des &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/07-12-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;gestern&lt;/a&gt; vorgestellten CPS-Modells verschiedene Denkfertigkeiten zugeordnet, die in der jeweiligen Phase gefordert sind und die durch Denkwerkzeuge unterstützt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fertigkeiten lauten (nach einer Einteilung von Mance, Murdock und Puccio):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Visionäres Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Visionäres Denken heißt, ein erstes Bild dessen zu beschreiben und artikulieren, was man erschaffen/ erreichen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Gerade habe ich das wunderbare Buch &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.amazon.de/schl%C3%A4gt-Kapital-Unternehmen-gr%C3%BCnden-Entrepreneur/dp/3446415645/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1228683142&amp;amp;sr=8-1&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.amazon.de/schl%C3%A4gt-Kapital-Unternehmen-gr%C3%BCnden-Entrepreneur/dp/3446415645/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1228683142&amp;sr=8-1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Kopf schlägt Kapital&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; von Günter Faltin zuende gelesen, in dem er sein Konzept von Entrepreneurship darlegt. Für Gründungsinteressierte könnten sich im Laufe dieser Art des Denkens und der entsprechenden Tools einige Bereiche heraus schälen, in welchen sie neue Geschäftsmöglichkeiten überlegen möchten. &lt;br /&gt;
Meist ist es jedoch so, dass man das allgemeine Ziel bereits vor Augen hat, aber noch nicht genau weiß, wie man mit der Erarbeitung beginnen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS:&lt;/strong&gt; Ziel, Wunsch Herausforderung identifizieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Diagnostisches Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bedeutet eine Situation zu untersuchen, die Art des Problems zu beschreiben und zu entscheiden, welche Schritte als nächstes eingeleitet werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Geht es darum, Lösungsmöglichkeiten für ein Problem zu überlegen, oder muss erst einmal genau herausgefunden werden, was eigentlich das genaue Problem ist? Sehr oft ist es so, dass Gruppen nach Ideen zur Lösung einer Frage suchen, ohne vorher genau überlegt zu haben, ob es sich bei der vorliegende Frage um die richtige und wichtige handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS:&lt;/strong&gt; Daten sammeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Strategisches Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es darum, die kritischen Fragen/ Probleme zu identifizieren, die wirklich angesprochen werden müssen und dann zu überlegen, wie man am besten vorgehen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Vom allgemeinen Thema &lt;em&gt;wir möchten unsere Dienstleistung verbessern&lt;/em&gt;, kann man hier zu einzelnen Problembereichen kommen und feststellen, dass die größten Hebel bei der &lt;em&gt;Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit&lt;/em&gt; und der &lt;em&gt;Flexibilität&lt;/em&gt; liegen. Diese Aufgabenstellungen sind nun wesentlich konkreter als das allgemeine Verbessern der Dienstleistung und es ist somit leichter möglich, gezielte Lösungen zu überlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS&lt;/strong&gt;: Das Problem klären&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ideenhaftes Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Dieses Denken steht für das Erschaffen von neuen Ideen und Gedanken, um Antworten auf wichtige Herausforderungen zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Wie lauten alle Möglichkeiten, Dienstleistungen für gestresste Weihnachtseinkäufer anzubieten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS:&lt;/strong&gt; Ideen generieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Evaluatives Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es werden die Sinnhaftigkeit und Qualität von Ideen bewertet, mit dem Ziel, diese in umsetzbare Lösungen weiter zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Aus der oben genannten Frage, wie man Dienstleistungen für gestresste Weihnachtseinkäufer entwickeln könnte, sind nun einige Ideen entstanden, von denen die besten nun ausgewählt und nun nach bestimmten (noch festzulegenden) Kriterien beurteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS:&lt;/strong&gt; Lösungen auswählen und stärken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kontextuelles Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Hier versucht man die Faktoren und Personen zu identifizieren, die eine mögliche Lösungen begünstigen oder behindern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Eine Arbeitsgruppe in einem Unternehmen hat einige Ideen Vorschläge entwickelt, die nach dem Willen der Arbeitsgruppe nun umgesetzt werden sollen. Nun geht es darum zu überlegen, wer im Unternehmen dafür und dagegen ist und wie man die möglichen Gegner einbinden und zur Zusammenarbeit bewegen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS:&lt;/strong&gt; Handlungsschritte planen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Taktisches Denken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Beschreibt nach der Definition der oben genannten Autoren das Ausarbeiten von spezifischen und messbaren Handlungsschritten, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Phase in CPS:&lt;/strong&gt; Handlungsschritte planen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab morgen werde ich dann endlich praktisch anwendbare Denkwerkzeuge zu jeder Denkfertigkeit vorstellen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Dec 2008 00:10:00 +0100</pubDate>
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    <category>adventskalender der denkwerkzeuge</category>
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<category>denken</category>
<category>denkwerkzeuge</category>

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    <title>Adventskalender der Denkwerkzeuge 3: Die Grundregeln für divergierendes und konvergierendes Denken</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/03-12-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:197 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/adventskalenderderdenkwerkzeuge.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Zentral für die Effektivität von Denkwerkzeugen und kreativen Prozessen ist, dass die beiden Arten (divergierend und konvergierend) des Denkens streng getrennt sind und nicht vermischt werden (siehe Tag 2).&lt;br /&gt;
Das ist leider in den seltensten Fällen der Fall. Wer kennt das nicht, in einem &quot;Kreativmeeting&quot; oder &quot;Brainstorming&quot; bringt einer Person eine Idee und sofort beginnen andere in ihrer Reaktion zu erklären, warum das zwar ganz nett ist, aber leider nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
Diese Vermischung findet auch im Kopf jedes Einzelnen statt, z.B. in der Form, dass wir gewisse Dinge gar nicht äußern, weil wir uns bereits vorher im Kopf zensieren.&lt;br /&gt;
Durch diese Vermischung geht viel Potential verloren und es besteht außerdem die Gefahr, dass wir relevante oder wichtige Dinge übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Grundregeln für divergierendes Denken&lt;/strong&gt;&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;Beurteilung zurück stellen&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Quantität für Qualität&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;wilde Ideen suchen&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;auf Bestehendem aufbauen / Verbindungen herstellen&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Grundregeln für konvergierendes Denken&lt;/strong&gt;&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;bejahende Beurteilung anwenden&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;den Neuigkeitswert am Leben lassen&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;die Zielsetzung überprüfen&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;fokussiert bleiben&lt;/ul&gt;Da es kurze Posts werden sollen, werde ich zu den einzelnen Regeln nicht ins Detail gehen. &lt;br /&gt;
In moderierten Workshops werden diese Regeln für alle immer sichtbar gezeigt und vor dem Einsatz der jeweiligen divergierenden oder konvergierenden Denkwerkzeuge noch einmal kurz wiederholt.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 03 Dec 2008 00:10:00 +0100</pubDate>
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<category>regeln</category>

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    <title>Adventskalender der Denkwerkzeuge 2: Divergierendes und konvergierendes Denken</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/02-12-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:197 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/adventskalenderderdenkwerkzeuge.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;In nicht allen, aber in sehr vielen Denkwerkzeugen spielen zwei Arten des Denkens eine wichtige Rolle. Divergierendes und konvergierendes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Divergierendes Denken bedeutet &lt;strong&gt;eine breite Suche nach vielen unterschiedlichen und neuen Alternativen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Konvergierendes Denken beschreibt &lt;strong&gt;eine fokussierte positive/ bejahende Evaluation der Alternativen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ideenfindung kennen viele die Begriffe Ideenfindung und Ideenbewertung, die im Kontext der Ideenfindung synonym für divergierendes und konvergierendes Denken verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt somit Denkwerkzeuge die für divergierendes Denken eingesetzt werden und andere, die für konvergierendes Denken zum Einsatz kommen. Einige kombinieren beides, allerdings nacheinander und nicht vermischt.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 02 Dec 2008 00:10:00 +0100</pubDate>
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    <title>Adventskalender der Denkwerkzeuge</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/28-11-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
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    Für dieses Jahr habe ich mir zum Advent eine besondere Aktion überlegt: Den Adventskalender der Denkwerkzeuge. Den ganzen Advent gibt es jeden Tag einen Artikel rund um das Thema Denkwerkzeuge. Neben einem Hintergrund zur Denkwerkzeugen und Problemlöseprozessen in  welche Denkwerkzeuge eingebettet werden können, werde ich eine Reihe von Werkzeugen für unterschiedliche Anwendungsgebiete vorstellen.&lt;br /&gt;
Da es somit im Dezember 24 Posts geben wird müssen diese etwas kürzer ausfallen als meine üblichen Beiträge. Erstens, damit es jemand ließt und zweitens, damit ich neben bloggen auch noch zu anderen Dingen komme &lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am kommenden Montag geht es los. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 28 Nov 2008 18:57:28 +0100</pubDate>
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    <title>Eine Besprechung im Gehen</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/16-11-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    Es ist nichts Neues, auch nichts wahnsinnig Besonderes. Gerade deswegen bin ich immer wieder erstaunt, wie angenehm überrascht Teilnehmer aus meinen Seminaren und Workshops sind, nachdem wir diese Übung gemacht haben: Die Besprechung im Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstatt am Schreibtisch oder im Besprechungsraum zu sitzen, wie wäre es einmal damit, das Thema im Gehen zu besprechen? Die meisten Menschen schmunzeln oder nehmen es am Anfang nicht ernst und sind dann positiv überrascht, wie gut sie sich danach fühlen und wie produktiv die Besprechung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sauerstoff ins Gehirn&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Abgesehen davon, dass eine Besprechung im Gehen, ob innerhalb des Bürogebäudes oder außerhalb im Freien, den buchstäblichen Tapetenwechsel mit sich bringt, gibt es eine weitere sehr wichtige positive Wirkung. In der Bewegung kommt eine Menge Sauerstoff ins Gehirn und dieser hilft unserer grauen Masse, besser zu funktionieren. So einfach ist das. Anstatt müde und erschöpft, kommt man erfrischt aus der Besprechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nicht immer möglich, aber öfter als man denkt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Zugegeben, eine Besprechung im Gehen, macht nicht immer Sinn. Diese ist dann möglich,&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;wenn es sich um eine kleine Gruppe handelt, z.B. zwei bis drei Personen.&lt;li&gt;wenn man keine technische Ausstattung benötigt, sondern ein Notizblock und ein paar Stifte ausreichend sind.&lt;/ul&gt;Betrachtet man sich die obigen Voraussetzungen, dann ist das öfter möglich als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel schwieriger als in Deutschland ist das in asiatischen Großstädten. Hier ist es entweder zu heiß oder zu laut oder schlicht und einfach zu voll. Für meine Workshops hier in Hong Kong haben wir uns deshalb einen nahe gelegenen Park ausgesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und dann ist da noch der Chef&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&quot;&lt;em&gt;Wo kämen wir denn da hin, wenn wir jetzt noch während der Arbeitszeit zum Spazierengehen aufbrechen?&lt;/em&gt;&quot; Vermutlich kämen wir öfters produktiver ans Ziel! Viele Menschen haben Bedenken, dass das dem Chef nicht gefallen könnte und er diese Art der Besprechung nicht als Arbeit ansehen könnte. Leider ist das so, da vielen Chefs (und natürlich auch anderen Menschen) einfache Zusammenhänge über unser Gehirn nicht bekannt sind. Besonders in Asien wird von Führungskräften das körperlich anwesend sein noch stärker gefordert als in Deutschland. Daher staunten während des Workshops letzte Woche die Abteilungsleiter meines Kunden hier in Hong Kong nicht schlecht als der CEO persönlich die Besprechung im Gehen eingeführt hat (er hatte diese vor einiger Zeit während eines Trainings in Taiwan bei mir gelernt). Das ist natürlich nachhaltiger, als wenn der Trainer aus Deutschland das macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:194 --&gt;&lt;img width=&quot;650&quot; height=&quot;487&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/lernspaziergang.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lernspaziergänge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nicht nur in Gruppen funktioniert das, sondern auch alleine. Wenn ich mich auf Prüfungen vorbereite, nutze ich sogenannte Lernspaziergänge. Meist nehme ich dazu lediglich meine Mind Map Exzerpte und gehe dann einige Stunden spazieren. Während dieses Spaziergangs wiederhole ich dann den Prüfungsstoff. Ich kann nur empfehlen, dies vor der nächsten Prüfung einmal auszuprobieren. Vielleicht hätten Sie nie gedacht, dass Lernen so viel Spaß machen kann. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 16 Nov 2008 11:24:03 +0100</pubDate>
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    <category>denken</category>
<category>gehirn</category>
<category>lernen</category>

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    <title>Eine Wahrheit von einer Lüge unterscheiden</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/01-10-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    Michael Hewitt-Gleeson (&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/15-07-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; ein Interview mit ihm) schlägt auf seinem &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.schoolofthinking.org/2008/brightlight-thinking-truth-or-lie&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.schoolofthinking.org/2008/brightlight-thinking-truth-or-lie&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Blog&lt;/a&gt; eine Methode vor, um zu überprüfen, ob eine Aussage / eine Behauptung eher war oder eher falsch ist.&lt;br /&gt;
Hewitt-Gleeson bezeichnet das Verbreiten von Lügen als eine weltweite Epidemie, die seines Erachtens ähnlich gefährlich ist, wie die Verbreitung von Krankheitsviren. Daher hat er nun ein Denkwerkzeug vorgeschlagen, dass uns bei der Beurteilung von Aussagen helfen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sechs Fragen und eine Formel: Graustufendenken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Er bleibt seiner Auffassung treu, dass die Welt nicht ausschließlich in schwarz/weiß Kategorien gesehen werden kann und dass es keine absolute Wahrheit gibt, da sich diese sogenannten Wahrheiten mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ständig verändern. Allerdings kann etwas eher einer relativen Wahrheit (nach dem Stand jetzigen Wissens) oder einer Lüge (bewusst falsche Behauptung) entsprechen. Um diese Graustufen zwischen Wahrheit und Lüge abzubilden und eine Aussage auf diesem Kontinuum einzuordnen hat Hewitt-Gleeson nun das Graustufendenken vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sechs aus dem Journalismus bekannten &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.schoolofthinking.org/2008/kiplings-six-honest-men/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.schoolofthinking.org/2008/kiplings-six-honest-men/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Fragen&lt;/a&gt; (was, wann, wo, wer, warum und wie) kann man die Qualität einer Aussage abklopfen. Die Aussage dividiert durch die Anzahl der beantwortbaren Fragen ergibt einen Graustufenwert, der dann eher in Richtung Wahrheit oder in Richtung Lüge tendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant finde ich die Anwendung nicht nur für Behauptungen, die man irgendwo liest oder hört, sondern auch zur Analyse von eigenen Aussagen, sozusagen als Instrument der Qualitätssicherung. Die Frage, die sich mir stellt, ist wie viel (Fach-)Wissen notwendig ist, um damit erhaltenen Antworten zu beurteilen und damit das Werkzeug vernünftig anzuwenden. Bei manchen Themen weiß man einfach zu wenig, um den Gehalt der Antworten einschätzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommentatoren auf Hewitt-Gleesons Blog sind alle sehr euphorisch, was das Denkwerkzeug angeht. Wie seht ihr/ Sie das? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Oct 2008 12:23:06 +0200</pubDate>
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    <title>Rechtshirner, Linkshirner, kreative Chaoten and other bullshit</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/25-09-2008.html</link>
    
    <comments>http://www.creaffective.de/blog/archives/25-09-2008.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
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    Wie heißt es doch so schön in Eric Amblers Buch Dirty Story: &quot;&lt;em&gt;Never tell a lie when you can bullshit your way through&lt;/em&gt;&quot;. Ich will also weder die Zeitschrift &lt;em&gt;junge karriere&lt;/em&gt; noch Cordula Nussbaum und ihr &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.amazon.de/Organisieren-noch-oder-leben-schon/dp/3593384086/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1222344574&amp;amp;sr=8-1&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.amazon.de/Organisieren-noch-oder-leben-schon/dp/3593384086/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1222344574&amp;sr=8-1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Buch&lt;/a&gt; der Lüge bezichtigen; ich habe Frau Nussbaums Buch ja noch nicht einmal gelesen. Deshalb möchte ich zum Begriff &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/books.google.com/books?id=-x5XHgAACAAJ&amp;amp;dq=on+bullshit&#039;);&quot;  href=&quot;http://books.google.com/books?id=-x5XHgAACAAJ&amp;dq=on+bullshit&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bullshit&lt;/a&gt; greifen, der kein Schimpfwort ist, sondern Äußerungen beschreibt, die eng mit dem Humbug verwandt sind und sich von der Lüge untescheiden.  Was ich heute gelesen habe, war der Artikel in der Oktoberausgabe der junge karriere &quot;&lt;em&gt;Die Zukunft gehört den Chaoten&lt;/em&gt;&quot; und hier wird leider wieder mit einigen alten Mythen und schlicht falschen Aussagen über das Gehirn und Kreativität hantiert, die unsere Welt so schön einfach erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts gegen Populärwissenschaft, man kann nicht alles im Format von &lt;em&gt;Science&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Nature&lt;/em&gt; Artikeln publizieren, aber auch Populärwissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass ihr Futter aus aktueller wissenschaftlicher Forschung stammt und gewissen Gütekriterien entsprechen.&lt;br /&gt;
Schon gar nicht mehr aktuell schon inzwischen schon über 10 Jahre alt sind Forschungsergebnisse, die mit dem Mythos von Links und Rechtshirnen aufräumen. Umso trauriger, dass der Artikel nur von diesen Halbwahrheiten strotzt. &lt;br /&gt;
Hier ist nun mal das kritische Denken angesagt (im Gegensatz zu anderen Arten des Denkens, die ich auf diesem Blog oft beschreibe), dessen Ziel es ist, ein Theorie durch begründete Argumente zu verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mythos 1: Es gibt Rechts- und Linkshirner&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:181 --&gt;&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;185&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-right: 5px; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/gehirn.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Begonnen hat das Ganze mit der Splitbrainforschung von Prof. Sperry, der unterschiedliche Aktivitäten und eine Arbeitsteilung in den beiden Hirnhälften des Neokortex nachweisen konnte. Bei bestimmten Aufgaben schien mal die eine Hälfte aktiver und mal die andere. Von Sperry und seinem Forscherteam wurden allerdings nie die Behauptungen aufgestellt, dass sich nun alle Menschen in Links- und Rechtshirner aufteilen lassen und dass sich nun über unterschiedliche Merkmale verfügen, wie sie die Welt wahrnehmen (z.B. abtrakt oder konkret) und wie sie Informationen organisieren (z.B. sequentiell oder durcheinander). Hier gibt es übrigens tatsächlich unterschiedliche Stile, die allerdings nichts mit den Hirnhälften zu tun haben. Seit über 10 Jahren ist Grundkonsens der Hirnforschung, dass diese Hypothese der strikten Trennung nicht zu halten ist. Für zwei nichtwissenschaftliche Artikel siehe &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.psychologicus.de/newsticker/artikel.php?nummer=3346&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.psychologicus.de/newsticker/artikel.php?nummer=3346&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.focus.de/wissen/wissenschaft/siefers_hirnwelten/siefers-hirnwelten_aid_66850.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/siefers_hirnwelten/siefers-hirnwelten_aid_66850.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Ein anderes populärwissenschaftlich geschriebenes Buch vom Neurobiologen John Medina &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.brainrules.net/wiring&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.brainrules.net/wiring&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zeigt&lt;/a&gt; schön, wie einzigartig jedes Gehirn in Aufbau und Funktionsweise ist und wie haltlos und irreführend diese Einteilung ist.&lt;br /&gt;
Mit dieser inzwischen mehrfach widerlegten Behauptung der beiden getrennten Heimsphären arbeiten leider auch noch viele Anbieter von &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/index.php?id=7&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mind Mapping&lt;/a&gt; einer Technik, die die Arbeitsweise (und unterschiedliche Arten Informationen zu organisieren) unseres Gehirns unterstützt, aber nicht weil sie die angeblich dominante linke und die arme unterdrückte rechte Gehirnhälfte zusammenbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mythos 2: Kreative sind chaotisch und strukturierte Menschen sind eher unkreativ&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:180 --&gt;&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;239&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/flowerhead.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Jeder Mensch ist kreativ und kann sich kreativ ausdrücken! Eine ausführlicheren Überblick über Definitionen von Kreativität gebe ich im nächsten Post.&lt;br /&gt;
&lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.kreativblog.de/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.kreativblog.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ruth Pink&lt;/a&gt; hat es in ihrem Buch &lt;em&gt;bewusst kreativ&lt;/em&gt; mal schön ausgedrückt. Kreativität ist &quot;strukturiertes Chaos&quot;. Ja, es ist etwas dran, dass das finden neuer Denkmuster und die Neukombination bestehender Elemente oft und meist unlogische Wege nimmt (ein Beispiel siehe &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/10-09-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;) und nehmen muss. Das heißt jedoch nicht, dass kreative Leute generell chaotisch sind und strukturierte Leute unkreativ. Im Gegenteil, die Kreativitätsforschung zeigt seit Ende der 50er Jahre, dass es einen strukturierten Ablauf gibt, dem kreatives Denken folgt. Und es gibt unterschiedliche &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/14-05-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stile&lt;/a&gt; der Kreativität, eine These, die in einer Vielzahl an wissenschaftlichen Studien bestätigt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mythos 3: Kreativ wird man, wenn man die rechte Hirnhälfte stärkt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Das sind sozusagen zwei falsche Aussagen gepaart (in einem Einfall von Kreativität fällt mir hier der Begriff Bullshit&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; ein).&lt;br /&gt;
Hierzu hat de Bono in seiner Reihe &lt;em&gt;letters for thinking managers&lt;/em&gt; vor über 10 Jahren schon geschrieben: &quot;&lt;em&gt;There is the added danger of fatalistic categorization: &#039;I am left brain.&#039; &#039;She is right brain,&#039; et cetera. This gives a totally false impression—for creativity can be learned by anyone&lt;/em&gt;.&quot;&lt;br /&gt;
Kreativität äußert sich in verschiedenen Stilen und ist bei den meisten Menschen auf bestimmte Domänen beschränkt und kann von jedem Menschen gelebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Time Management for Creative People&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wie gesagt, ich habe das Buch von Frau Nussbaum nicht gelesen, ich habe bisher nur unter dem Artikel aus der jungen karriere gelitten. Den amazon Kommentaren nach zu schließen, sind da sicherlich viele nützliche und auch funktionierende Tipps drin, die sicherlich auch ohne die oben genannten Mythen funktionieren.&lt;br /&gt;
Ein Buch das ich gelesen habe, und das ich nur empfehlen kann ist: &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/08-08-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Time Management for Creative People&lt;/a&gt; von Mark McGuinness und das gibt es auch noch kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 25 Sep 2008 15:07:01 +0200</pubDate>
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    <category>debono</category>
<category>denken</category>
<category>gehirn</category>
<category>kreativität</category>

</item>
<item>
    <title>Bewusst oder unbewusst entscheiden?</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/19-09-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    In der gestrigen (18.09.08) Ausgabe des Handelsblatts erschien der Artikel &lt;em&gt;Der Bauch ist kein guter Ratgeber&lt;/em&gt; von Ulrich Kraft, der sich mit einer neuen wissenschaftlichen Studie zum Einfluss des unbewussten Denkens auf Entscheidungen beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich beide im Artikel zitierten Studien nicht gelesen habe (und aus Zeitgründen auch nicht lesen werden), kann ich diese nicht einschätzen und mich nur auf die Angaben im oben erwähnten Artikel aus dem Handelsblatt stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Von unbewusst wieder zurück zu bewusst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bis 2006 waren die meisten die Auffassung, man sollte wichtige und komplexe Entscheidungen durch Nachdenken und Abwägen treffen. Nach 2006 hat sich daran bei den meisten wohl auch nicht viel geändert, aber es kamen zumindest Stimmen und dann &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=bauchentscheidungen&amp;amp;x=0&amp;amp;y=0&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Daps&amp;field-keywords=bauchentscheidungen&amp;x=0&amp;y=0&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Buchtitel&lt;/a&gt; ins Spiel, die dazu rieten komplexe Entscheidungen dem unbewussten Denken zu überlassen, dem Bauch wie Ulrich Kraft das nennt. Der Wissenschaftler Ap Dijksterhuis von der Universität Amsterdam hat 2006 in einer Studie nachgewiesen, dass Menschen die komplexe Entscheidungen dem Unbewussten überlassen, die &lt;em&gt;besseren&lt;/em&gt;Entscheidungen treffen. Definitv besser können Entscheidungen wohl nur in wissenschaftlichen Experimenten sein, in der Welt außerhalb dieser Experimente kann man besser meist gar nicht eindeutig definieren. Das unbewusste Denken sei dem bewussten Denken überlegen. &quot;&lt;em&gt;Erklärt wird die angebliche Überlegenheit des Unbewussten damit, dass die Fähigkeit, Informationen bewusst zu verarbeiten, beschränkt ist. Gilt es, viele Faktoren zu berücksichtigen, gerät diese Kapazität an ihre Grenzen. &#039;Menschen, die sich Entscheidungen sehr genau durch den Kopf gehen lassen, beurteilen die relative Wichtigkeit verschiedener Pro und Kontra oft falsch&#039;, meint Dijksterhuis. Unbewusstes Denken sieht er hingegen als aktiven Prozess, der Informationen optimal organisiert und gewichtet – ohne Limit.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Ergebnis ist einerseits im wahrsten Sinne des Wortes intuitiv, da wir uns auf die Intuition (nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts od. eines komplizierten Vorgangs) verlassen sollen. Andererseits kontraintuitiv, da die meisten Menschen wohl dazu neigen, bei wichtigen Entscheidungen gewissenhaft zu überlegen. Laut Dijksterhuis sollten wir dies unterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat ihn Ben Newell von der University of New South Wales in Australien in einer kürzlich veröffentlichten Studie vorläufig widerlegt. Er hat in seinen Experimenten nachgewiesen, dass die unbewussten Entscheider keineswegs die besseren Entscheidungen treffen (zumindest laut Handelsblatt-Artikel). Im Gegenteil, das Unbewusste ist sehr anfällig für irrelevante Einflüsse wie z.B. den recency effect (den man auch von Vorträgen kennt). Ein sehr schönes Beispiel für weitere Einflüsse liefert auch ein &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/ideentower.blogs.com/ideentower/2007/12/video-wie-wicht.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://ideentower.blogs.com/ideentower/2007/12/video-wie-wicht.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Post&lt;/a&gt; aus dem letzten Jahr auf dem Ideentower Blog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bewusst die Aufmerksamkeit lenken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die nun neu veröffentliche Studie von Ben Newell argumentiert in die selbe Richtung wie andere Forscher und Denker, wie z.B. Edward de Bono. De Bono entwickelte seine sogenannten Direct Attention Thinking Tools (DATT). Diese &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/index.php?id=95&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Denkwerkzeuge&lt;/a&gt; (es gibt noch eine menge anderer) lenken ausgehend von bestimmten Situationen die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte. De Bonos These ist die, dass durch das bewusste Lenken der Aufmerksamkeit die Wahrnehmung einer Sache verändert werden kann und es absolut notwendig ist, die Aufmerksamkeit bewusst zu lenken. Man kann sich das ähnlich vorstellen wie das betrachten der gesamten Landkarte, bevor man sich für einen Weg entscheidet (siehe Bild). &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:179 --&gt;&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;199&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 15px; padding-top: 15px; padding-bottom: 15px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/explorativ.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Dies hat sich auch gestern im &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/05-09-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Münchner Denkclub&lt;/a&gt; wieder gezeigt, wo das Denkwerkzeuge PMI (Plus – Minus – Interesting) Thema des Abends war.&lt;br /&gt;
Denn, wenn wir die Aufmerksamkeit nicht gezielt steuern oder diese unbewusst nur auf bestimmte Elemente konzentrieren (z.B. warum etwas nicht funktioniert), kann es sein, dass uns wichtige Elemente entgehen. Unsere Logik fußt auf Wahrnehmung und logische Argumente sind meist nur so gut, wie die Wahrnehmung auf der sie basieren. Bekannt geworden sind in diesem Zusammenhang die &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/07-03-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gorilla-Videos&lt;/a&gt; von Daniel Simons, Professor an der University of Illinois. Auch in der Zeitschrift GEOkompakt Nr. 15 gibt es einen Artikel von Henning Engeln (Die Erfindung des Ich), der sich mit Aufmerksamkeit beschäftigt. Dort wird Wolf Singer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung zitiert: &quot;&lt;em&gt;Ins Bewusstsein gelangt nur das, worauf die Aufmerksamkeit liegt&lt;/em&gt;&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Unbewusste ist eines von mehreren Kriterien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
De Bono und auch Ben Newell betonen, dass das Unbewusste (wie Intuition oder Ahnungen, die man nicht erklären kann) einen Platz im bewussten Denken haben und berücksichtigt werden sollten, aber eben auch nur ein Aspekt unter mehreren sind. In seinem bekannten Denk-Verfahren (ein Verfahren moderiert einen Denkprozess und setzt einen großen Rahmen um einzelne Denkwerkzeuge) die &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/05-09-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;6 Hüte&lt;/a&gt; hat de Bono mit dem roten Hut den Ahnungen und Intuitionen einen wichtigen Platz eingeräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gespannt, wann der Gegenbeweis des Gegenbeweises aus Amsterdam kommt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 19 Sep 2008 18:21:15 +0200</pubDate>
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    <category>debono</category>
<category>denken</category>
<category>denkwerkzeuge</category>
<category>emotionen</category>
<category>thinking club</category>

</item>
<item>
    <title>Auftakt zum erweiterten Münchner Denkclub</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/05-09-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    &quot;Willkommen im Club&quot; hieß gestern Abend um 20 Uhr zu Auftaktveranstaltung des erweiterten Münchner Denkclubs. Wie erhofft, haben sich 11 Leute eingefunden, um sich über das Konzept eines Denkclubs und unsere geplanten Inhalte zu informieren und das ganze gleich mal praktisch auszuprobieren.&lt;br /&gt;
Sollten die gestrigen Teilnehmer bleiben (die meisten werden es!), verspricht es eine sehr interessante Runde zu werden, da Leute mit verschiedenen Hintergründen, aus unterschiedlichen Kulturen und mit unterschiedlichen Berufen (und natürlich auch Studenten) dabei sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Versuchslabor des Denkens&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wie an anderer Stelle berichtet, hatte das gestrige zwanglose Treffen vor allem den Zweck, den Interessenten das Konzept Denkclub und den Sinn und Zweck vom gemeinsamen Denken mit Denkwerkzeugen vorzustellen.&lt;br /&gt;
Wie es die nächsten Treffen ablaufen wird, habe ich auch kürzlich &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/18-08-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;geschildert&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Denkclub ist ein geschützter Raum für alle Teilnehmer, um gemeinsam Denkwerkzeuge auszuprobieren zu üben, damit sein Denken zu verbessern und natürlich, um dabei viel Spaß zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Denkwerkzeuge: Strategien des Denkens&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:168 --&gt;&lt;img width=&quot;180&quot; height=&quot;180&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/methoden/denkwerkzeuge.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Unter dem Begriff Denkwerkzeug können sich beim ersten Hören vielleicht nicht alle etwas vorstellen. Ein Denkwerkzeug ist &quot;&lt;em&gt;eine strukturierte Strategie, die das Denken eines Individuums oder einer Gruppe fokussiert, organisiert und leitet&lt;/em&gt;&quot;. Davon gibt es eine ganze Menge, die zu Beginn aufgrund einer bestimmten Situation entstanden sind, allerdings in der Anwendung keinesfalls auf diese begrenzt sind.&lt;br /&gt;
Im kommenden Halbjahr wird es uns thematisch um die wahrnehmungslenkenden Denkwerkzeuge gehen. Denn, wie wir gestern gesehen haben: Die logischen Schlussfolgerungen, die wir ziehen, sind meist immer nur so gut, wie die Wahrnehmungen auf welchen Sie basieren. Und: Die meisten Fehler im Denken sind nicht logischer Art sondern Fehler, die auf Wahrnehmung basieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;PMI und die Steuerzahler&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:167 --&gt;&lt;img width=&quot;180&quot; height=&quot;180&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/methoden/pmi.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Um das Ganze einmal konkret zu erleben haben wir die Denktechnik PMI (Plus – Minus – Interesting) nach Edward de Bono ausprobiert. Thema: &quot;&lt;em&gt;Steuerzahler sollten selbst entscheiden, wofür ihre gezahlten Steuern eingesetzt werden.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;
Vor dem Einsatz und nach dem Einsatz von PMI haben wir die Standpunkte (bin dafür, bin dagegen, weiß nicht) per Handzeichen abgefragt. Sehr spannend war zu sehen, wie sich nach 15 Minuten Einsatz der Denktechnik die Meinungen verschoben haben und zwar einfach erst einmal nur dadurch, dass alle in der Gruppe Ihre Aufmerksamkeit mittels PMI gelenkt haben und sich dadurch die Wahrnehmung geändert hat.&lt;br /&gt;
Wir waren uns nach diesem kurzem Appetithappen gestern einig: Wenn wir zu 11 angefangen hätten zu diskutieren, ob man diesen Vorschlag nun umsetzen sollte oder nicht ... dann hätte es wahrscheinlich schnell wie in einer sonntäglichen Polittalkshow ausgesehen. Jeder hat seine Meinung, die natürlich die richtige ist und die er nur äußerst ungern ändern möchte. Und wir wären nicht annähernd so weit gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesmal bin ich nicht der einzige, der über den Denkclub bloggt. Zwei der Teilnehmer dürften dem einen oder anderen Leser ebenfalls bekannt sein: &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.kreativblog.de/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.kreativblog.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ruth Pink&lt;/a&gt;, die auch schon im kleinen Denkclub mit dabei war, und &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.work-innovation.de/blog/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.work-innovation.de/blog/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Alexander Greisle&lt;/a&gt;, der nun neu dazu gestoßen ist. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 05 Sep 2008 10:02:53 +0200</pubDate>
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    <category>denken</category>
<category>denkwerkzeuge</category>
<category>thinking club</category>

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<item>
    <title>Der neue Münchner Denkclub: ab dem 4. September 2008</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/18-08-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    Im April 2007 habe ich den Denkclub München gegründet und hier auf dem Blog darüber &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/20-05-2007.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;berichtet&lt;/a&gt;. Was als Experiment begann hat sich im letzten Jahr schön entwickelt. Nach kurzer Zeit ist der Club auf fünf Mitglieder gewachsen und besteht seit einem Jahr in dieser Konstellation. Bisher haben wir uns immer im privaten Rahmen getroffen.&lt;br /&gt;
Nun haben wir in den letzten Monaten die Erweiterung des Clubs vorbereitet. Ab dem 4. September 2008 haben wir einen Raum in München (U-Bahn-Station Heimeranplatz) gemietet und werden uns alle zwei Wochen donnerstags für ca. 1,5 bis 2 Stunden treffen, um gemeinsam in einem geschützten Rahmen &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/index.php?id=95&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Denkwerkzeuge&lt;/a&gt; einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Ziel ist es, mit ca. 10 Personen einen feste Gruppe zu schaffen, die für ein halbes Jahr regelmäßig zusammen denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum ein Denkclub?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:154 --&gt;&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;120&quot; style=&quot;float: left; border: 5px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/Denkclub.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Erdacht wurde das Konzept von Edward de Bono. Ziel des Denkclubs ist es, gemeinsam in einer angenehmen und geschützten Atmosphäre Denktechniken auszuprobieren, zu üben, diese auf verschiedene Themen anzuwenden und sich mit anderen Interessierten auszutauschen.&lt;br /&gt;
Hintergrund des Clubs ist die Tatsache – und auch hier hat Edward de Bono viel Vorarbeit geleistet –, dass Denken eine Fähigkeit ist, die trainiert und verbessert werden kann. Dazu gibt es eine Vielzahl an Werkzeugen, die es dem Anwender ermöglicht, sein Denken in bestimmten Situationen gezielt und strukturiert zu steuern und damit &quot;besser&quot; zu denken und zu handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kick off am 4. September&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am Donnerstag den 4. September findet ein Kick off statt. Hierzu möchten wir Interessierte einladen, sich mit dem Thema Denkclub vertraut zu machen. Auf dem Kick off stellen wir das Konzept vor, geben einen Hintergrund zu Denken und Denktechniken und machen ein erstes Übungsbeispiel. &lt;br /&gt;
Das Kick off ist völlig unverbindlich. Nach dem Kick off können die Teilnehmer entscheiden, ob Sie Lust haben, dabei zu bleiben und mit uns gemeinsam das erste Halbjahr zu denken. Für die 10 Denktermine werden dann beim zweiten Treffen ein Halbjahresbeitrag von 50 Euro pro Teilnehmer  fällig, damit finanzieren wir die Raummiete. Es sei den, wir finden einen Sponsor &lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Termine&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Denkclub wird seine Themenschwerpunkte im Halbjahresrhythmus verändern. Hier die Termine für das erste Halbjahr: 04.09.2008, 18.09.2008, 02.10.2008, 16.10.2008, 30.10.2008, 13.11.2008, 27.11.2008, 11.12.2008, 15.01.2009, 29.01.2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Anmeldung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Damit wir planen können, bitte ich Interessenten, sich per Mail rustler(at)creaffective(dot)de bei mir zu melden. Ich werde dann einige Tage vor dem Kick off letzte Details vermailen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also bis bald und willkommen im Club! 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 18 Aug 2008 14:01:44 +0200</pubDate>
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    <category>debono</category>
<category>denken</category>
<category>denkwerkzeuge</category>
<category>thinking club</category>

</item>
<item>
    <title>Die Frucht wächst am Rande des Baumes - Teil 3</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/12-08-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    ein Gastbeitrag von Bauingenieur &lt;strong&gt;Stefan Scheurer-Schäfle&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
Die bisherigen Beiträge: &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/06-06-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Teil1&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/26-06-2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Teil 2&lt;/a&gt;. &lt;strong&gt;Stefan hat sich inzwischen aufgrund der Artikelserie ein eigenes &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/stefan-scheurer.blogspot.com/&#039;);&quot;  href=&quot;http://stefan-scheurer.blogspot.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Blog&lt;/a&gt; ins Leben gerufen.&lt;/strong&gt; Dort findet sich auch bereits &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/stefan-scheurer.blogspot.com/2008/08/die-frucht-wchst-am-rande-des-baumes.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://stefan-scheurer.blogspot.com/2008/08/die-frucht-wchst-am-rande-des-baumes.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Teil 4&lt;/a&gt; der Serie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lampenfieber bei Fliegen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:153 --&gt;&lt;img width=&quot;176&quot; height=&quot;200&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/fliegen.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Es liegt nahe, bei der Problemlösung zunächst nach einem geeigneten Instrumentarium, also einem bestimmten Lösungsalgorithmus, einer Methode Ausschau zu halten. Müssen jedoch bei der Lösungsfindung grundsätzlich neue Wege begangen werden, ist dies wie in den vorausgegangenen Kapiteln angedeutet nur möglich, in dem das Problem auf verschiedenste Art und Weise repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mindmap könnte ein solches Repräsentationsinstrument sein. Muss aber nicht! Konzeptmaps, Wortwolken, Netzdiagramme, Rich-pictures, 2d- oder 3d-Zeichnungen, mathematische Formeln oder ganz einfache Aufsätze wie dieser hier erweitern die Bandbreite der Möglichkeiten. Und dererlei Möglichkeiten gibt es viele, wie man etwa unter unter dieser &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.visual-literacy.org/periodic_table/periodic_table.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.visual-literacy.org/periodic_table/periodic_table.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Homepage&lt;/a&gt; sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Großen und Ganzen wird also versucht, mit den Mitteln der Anschauung einen Perspektivenwechsel im Denken zu vollziehen mit dem Ziel, das Problem einzukreisen oder zu modellieren. Die Psychologie würde darunter die Aufhebung einer funktionalen oder überhaupt einer Fixierung verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tun wir einen Moment lang mal so, als wären wir eine gemeine Stubenfliege. Über die Lösung für das neue Problem wissen wir wenig bis gar nichts. Es herrscht also geistige Dämmerung. Das &quot;einzige&quot;, was wir wissen, sind unsere bisherigen Lebenserfahrungen und Denkmuster -im übertragenen Sinne eine Glühbirne. Wir werden also immer wieder hinfliegen, uns die Nase verbrennen, bzw. das Problem nicht lösen. Unser Denken geht also immer in Richtung Glühbirne, solange nichts anderes passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir sicher, dass die Fliege so oft gegen die heiße Glühbirne stößt, bis die Sensorik leidet und das Bewusstsein einschränkt oder eine Panikreaktion auftritt.&lt;br /&gt;
Bei Panik wird allerdings die Handlung nicht mehr durch das ursprüngliche Problem der Nahrungssuche bestimmt, sondern durch das Problem der drohenden Konsequenzen, eben Tod, ersetzt.&lt;br /&gt;
Und damit hat Panik Auswirkungen auf die Lösung: Die Fixierung zum Licht wird aufgehoben und die Fliege entkommt aufgrund anderer (panischer) Bewegungsmuster aus dem offenen Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verursacht die heiße Glühbirne ein Verlust des Augenlichtes, leidet also die Sensorik, wird die Fixierung ebenfalls aufgehoben und die Fliege verschwindet ebenfalls aus dem offenen Fenster. Wenn auch mit wenig Hoffnung auf ein dauerhaftes Überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Panik und Sensorik!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Was wir zur konstruktiven Vorgehensweise bei der Lösung von Problemen auf keinen Fall gebrauchen können ist, in eine nötigende Zwangslage zu kommen. Es darf keine Panikreaktion aufkommen, noch sollte die nötige Sensorik (Sensibilität) leiden. Beides hat aber im Fall der Fliege &quot;geholfen&quot;, weil durch die Problemersetzung eine andere Vorgehensweise gewählt wurde oder durch die Einschränkung der Sensorik (Sinne) eine gänzlich andere Vorgehensweise gewählt werden musste. Also sollte die Problemersetzung oder die Einschränkung der Sensorik durch die Vorgehensweise bzw. das Verfahren übernommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entscheidung für eine Mindmap oder irgend ein anderes Verfahren sind immer Einschränkungen verbunden, die Auswirkungen auf den Grad der Annäherung an die reale Problematik haben. Die Wahl des Verfahrens täuscht somit den Verlust an Sensorik bzw. Sensibilität vor und hilft uns dabei gewohnte Pfade und Denkmuster zu verlassen.&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem wurde durch die Anwendung eines bestimmten Verfahrens in anderer Form repräsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Thesen 01: die Problemersetzung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;Der Verlust der Sensorik ist verbunden mit der Wahl des Lösungsverfahrens bzw. einer Mind Map. Sie verändert die Sensibilisierung und damit die Sichtweise für ein Problem.&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Die Panikreaktion aufgrund drohender Konsequenzen ist durch verstärkte Erläuterung der Äste bzw. durch weitere Ideen neutralisiert werden.&lt;/ul&gt;&lt;strong&gt;Ihr müsst Chaos in euch haben, um einen tanzenden Stern zu gebären (Nietzsche)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Was meint ihr: wie viel Verständnis, wie viel Voraussetzungen bei einer Mind-Map in den Ästen, -also nur in den gezeichneten Linien versteckt sind? Ich behaupte, dass die Linien eigentlich verdichteter Text sind! Z. B. zerlegen wir ein Objekt in seine Eigenschaften und zeichnen im Nachhinein Linien. Vielleicht etwas grob formuliert, aber wir schreiben zwei Substantive auf und &quot;verschleiern&quot; die Verben, die vermutete (richtige oder falsche) Erklärung zur Beziehung durch einen Zweig oder Ast.&lt;br /&gt;
Liegt in den Ästen nicht das kreative Potential, die &quot;dunkle Materie&quot; einer Mind-Map? Eine Aufgabenstellung, dargestellt durch 2 Überschriften und einen gezeichneten Ast, -gewissermaßen als Platzhalter für die Erläuterungen zur Beziehung. Dieser Vorgang erinnert mich an einen Artikel im creaffective-Blog über laterales Denken. Laterales Denken kommt hier zum tragen, da du deine vermutete Beziehung irgendwann und irgendwie durch Querdenken erklären musst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zergliederungsmethoden der 1. Ordnung: Atomisieren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gibt es aber noch weitere Möglichkeiten wie die zuvor beschriebene Vorgehensweise für das Zergliedern von Themen (in Mind Maps)? Einfache Vorgehensweisen zur Zergliederung von Themen habe ich nachfolgend zusammengefasst und als &quot;Zegliederungsmethoden der 1. Ordnung&quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierunter fallen die:&lt;br /&gt;
&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;li&gt;Vorgehensweisen zur Zergliederung von Themen in Unterthemen, welche vor einem gesicherten Wissenshintergrund durchgeführt werden. Die Beziehung, also der Ast oder Zweig zwischen zwei Knotenpunkten ist eine allgemein anerkannte sowie wissentlich richtige Beziehung und kann später sprachlich, bildlich oder textlich ohne großen Aufwand erläutert werden.&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Vorgehensweise zur Erstellung von Mindmaps durch Zergliederung von Themen in Unterthemen vor einem ungesicherten Wissenshintergrund bzw. aufgrund von Vermutungen. Diese Beziehungen können sich später als richtig oder falsch erweisen und werden durch Quer- oder Rückwärtsdenken im Nachhinein bestätigt (...oder nicht).&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Vorgehensweisen zur Erstellung von Mindmaps, durch instinktive, gefühlsbetonte &quot;Zergliederung&quot; des Themas im Sinne eines Clusterings. Sehr schnell notierte Stichpunkte oder Assoziationen, um dem &quot;Gravitationsfeld&quot; ausgetretener Denkpfade zu &quot;entkommen&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diesen Methoden ist gemein, dass Themen ohne weitere Einschränkungen zergliedert werden. Gibt es aber darüber hinaus höherwertigere Zergliederungsmethoden? Zergliederungsmethoden, die noch mehr Gesetzmäßigkeiten aufweisen als ein bloßes &quot;Atomisieren&quot;! Solche eine Methode habe ich versucht zu entwickeln und möchte sie im folgenden vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/12-08-2008.html#extended&quot;&gt;&quot;Die Frucht wächst am Rande des Baumes - Teil 3&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Aug 2008 19:36:00 +0200</pubDate>
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    <category>denken</category>
<category>denkwerkzeuge</category>
<category>mind mapping</category>
<category>mindmapping</category>
<category>regeln</category>

</item>
<item>
    <title>Innovative Lösungen schaffen: Das CPS-Verfahren in der Anwendung</title>
    <link>http://www.creaffective.de/blog/archives/18-07-2008.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian Rustler)</author>
    <content:encoded>
    Kürzlich habe ich das &lt;a href=&quot;http://www.creaffective.de/blog/archives/10-07-2008.html&quot;&gt;CPS-Verfahren&lt;/a&gt; vorgestellt. Mit diesem flexiblen und vielfältigen Prozess kann man auf strukturierte Weise in kurzer Zeit umsetzbare Lösungen für Herausforderungen generieren. Der Prozess muss dabei nicht immer als komplett durch exerziert werden, sondern kann flexibel begonnen, unterbrochen und beendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Zuschnitte können sein:&lt;ul type=&quot;square&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Workshops, um umsetzbare Lösungen auf eine Herausforderung zu finden, z.B. im Marketing, Vertrieb oder Produktentwicklung. &lt;br /&gt;
In diesem Fall würde ein der Großteil des Prozesses angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Workshops zur Entwicklung neuer Ideen. &lt;br /&gt;
Hier kommt nur ein Teil zum Einsatz. Der Prozess kann dann zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Workshops zur Weiterentwicklung und Stärkung. &lt;br /&gt;
Dieser Zuschnitt könnte interessant werden, wenn es schon Vorschläge gibt, die nun weiterentwickelt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Umsetzungsworkshops&lt;br /&gt;
Es gibt schon entwickelte Vorschläge, nun muss Akzeptanz im Unternehmen geschaffen werden und ein Handlungsplan erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzlich habe ich einen sehr schönen Workshop mit einer Gruppe von acht Personen moderiert, bei dem es um ein persönliche Herausforderung ging. Die &lt;em&gt;Klientin&lt;/em&gt; möchte sich beruflich nach einer Erziehungspause neu orientieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Ablauf dieses Workshops möchte ich nun schildern, um ein konkreteres Bild von CPS zu geben.&lt;br /&gt;
Bild 1 zeigt noch einmal die Komponenten und Phasen des Prozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/CPS Komponenten.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat die Gruppe ca. 4 Stunden gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Phasen (Herausforderung identifizieren und Daten sammeln) fanden im Rahmen eines Klientengesprächs zwischen mir und der Klientin statt.&lt;br /&gt;
In der Gruppe haben wir dann mit der dritten Phase das Problem klären begonnen. Hierzu hat die Gruppe über 100 Möglichkeiten generiert, das Problem zu betrachten. Bild 2 zeigt die Problem-Cluster, die daraus entstanden sind. Von diesen wurden dann diejenigen ausgewählt, die das Problem am besten beschreiben und einen Zuschnitt ergeben, für den die Klientin Ideen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/CPS_Das Problem klaeren.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der nächsten Phase wurden in 20 Minuten ca. 120 Möglichkeiten generiert, wird man das Problem lösen könnte (Bild 3), dazu kamen verschiedene Kreativitätstechniken zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/CPS_Ideen generieren.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen wurden dann die besten Möglichkeiten ausgewählt erneut nach gleichen Kriterien gruppiert (Bild 4). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/CPS_Ideen auswaehlen und gruppieren.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da am Ende der Ideenfindungsphase ziemlich viele auf den ersten Blick gleichwertige Alternativen zustande kamen, kam als nächstes eine Bewertungsmatrix (Bild 5) zum Einsatz, um die Optionen anhand verschiedener Kriterien zu betrachten und einen Überblick über die Stärken und Schwächen der jeweiligen Optionen zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/CPS_Bewertungsmatrix.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserem Fall haben wird aus den vorhandenen Optionen einige ausgewählt, die dann systematisch gestärkt (auch hier kamen weitere Techniken zum Einsatz) wurden und so zu einer sogenannten Lösungsaussage formuliert werden konnte. Für diese hat die Gruppen dann einen Handlungsplan entwickelt. Grundlage für die Details des Handlungsplans können dann wiederum die Ergebnisse aus den vorherigen Stufen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6 zeigt noch einmal die Stufen, die wir durchlaufen haben. Es ist wie gesagt möglich, sehr flexibel nur Teile davon zu durchlaufen und noch weitere Details einzufügen, je nach Aufgabe und Situation des Klienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.creaffective.de/blog/uploads/Prozessdiagramm CPS.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich als inhaltlich neutralen Moderator war es interessant zu sehen, wir die Gruppe innerhalb von vier Stunden aus einem sehr breiten und offenen Problem eine Reihe möglicher und teilweise schon relativ konkreten Handlungsalternativen generiert hat.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 18 Jul 2008 08:46:15 +0200</pubDate>
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