Was hätte Ihr Unternehmen mit jemandem wie Steve Jobs gemacht? Vermutlich gefeuert!

Mittwoch, 9. Mai 2012

Quelle: Matt Yohe, Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/File:Steve_Jobs_Headshot_2010-CROP.jpg)
In Hinblick auf die Innovationsleistung wären im Moment wohl viele Firmen gerne mehr wie Apple. Ein Unternehmen, das in den letzten Jahren eine erfolgreiche Innovation nach der anderen in den Markt eingeführt hat. Viele dieser Innovation waren dabei nicht nur inkrementell, wie das jetzige iPhone 4, sondern semi-radikal (d.h. es wurde eine neue Technologie oder ein neuer Markt genutzt), wie bei der Einführung von itunes oder des iPhones und des iPads. Diese Arten von Innovationen sind wesentlich schwerer zu erreichen als inkrementelle Innovationen.

Dabei scheinen sich alle einig zu sein, dass diese Erfolgsgeschichte ohne Steve Jobs so nicht stattgefunden hätte. Gregg Fraley hat auf seinem Blog kürzlich einen interessanten Artikel veröffentlicht und sich gefragt, was die meisten heutigen Unternehmen wohl tun würden, wenn der junge Steve Jobs bei ihnen anfangen würde zu arbeiten. Die Antwort: Die meisten Unternehmen würden Steve Jobs früher oder später wohl feuern, wenn sie ihn nicht gleich beim Erstinterview abgelehnt hätten.

Im Rückblick auf die Leistungen von Steve Jobs, kann man sich nur vor ihm verneigen und viele halten ihn für einen genialen innovativen Denker. Wenn man den jungen Steve Jobs heute einstellen würde und seine späteren Leistungen noch nicht absehbar wären, dann würde er vielen wohl als schwierig, störrisch und aufmüpfig erscheinen, als jemand der viel Zeit mit scheinbar irrelevanten Dingen verplempert, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Der roten Faden im Lebenslauf ist natürlich auch nicht sichtbar. Steve Jobs war jemand der „think different“ wirklich lebte. Einerseits würden die meisten Unternehmen an der Oberfläche sicherlich unterschreiben, dass „think different“ wünschenswert ist. Jemand wie Steve Jobs wäre jedoch vielen zu radikal und zu unterschiedlich in seiner Denkweise. Sein Denkstil wäre zu weit „außerhalb der Norm“.

Kreative Denkstile lassen sich messen


Kreativität ist eine Fähigkeit, die alle Menschen haben und weiter entwickeln können. Nicht jeder ist jedoch auf dem gleichen Gebiet kreativ und nicht jeder ist auf die gleiche Art und Weise kreativ. Diese unterschiedlichen Weisen des Kreativseins bezeichnet die Kreativitätsforschung auch als den kognitiven Stil der Kreativität. Der kognitive Stil der Kreativität drückt die individuellen Präferenzen der kreativen Problemlösung aus. Präferenz sagt dabei nichts über das Level der Kreativität aus, sondern deutet an, wo im kreativen Prozess und auf welche Art jemand eher Energie erhält oder Energie verliert. Dieser kognitive Stil wirkt direkt auf das Verhalten einer Person.

Dieser kognitive Stil der Kreativität lässt sich messen. Zwei valide und langjährig erforschte Instrumente sind das Kirton Adaption-Innovation (KAI) Inventory und Foursight, das wir von creaffective in unseren Kreativitätstrainings und Teambuilding-Maßnahmen einsetzen.

Steve Jobs als Innovator


Die Adaption – Innovation Theorie von Kirton sieht ein Kontinuum der kreativen Präferenzen von stark ausgeprägten Adaptoren bis hin zu stark ausgeprägten Innovatoren. Der Begriff Innovatoren ist hierbei leider missverständlich, weil er impliziert, dass die Adaptoren nicht kreativ sind, bzw. die Innovatoren kreativer sind. Beides kann man so nicht sagen.

Menschen mit adaptiven Präferenzen der kreativen Problemlösung bevorzugen eher strukturierte Probleme, sind stärker auf Konsenslösungen auf und sind innerhalb bestehender Paradigmen kreativ. Das führt dann eher in Richtung inkrementelle Innovation. Sie sind auf der Suche nach einer besseren Lösung.
Menschen mit innovativen Präferenzen bevorzugen schwach strukturierte Probleme, suchen selten den Konsens und haben oft Schwierigkeiten sich Gruppennormen und Regeln unterzuordnen. Innovatoren brechen bestehende Paradigmen. Innovatoren sind auf der Suche nach einer andersartigen Lösung. Beide Arten sind wichtig!

Nach den Berichten und Beschreibungen, die ich über Steve Jobs lese, würde ich Jobs auf der KAI-Skala stark auf der Innovatoren-Seite sehen. Kirton schreibt in der Einleitung seiner KAI-Theorie, dass Innovatoren mit einer Punktzahl weit außerhalb des normalen Korridors (dort wo die Mehrheit der Bevölkerung landet) mit hoher Wahrscheinlichkeit in kein Angestelltenverhältnis passen, weil sie sich zu weit außerhalb der bestehenden Paradigmen bewegen bzw. den erträglichen Rahmen der meisten Organisationen sprengen würden.

Bewusstsein über die eigenen den persönlichen Stil der Kreativität hilft, besser in Teams zu arbeiten und bessere Ergebnisse zu erzielen



Instrumente, die kognitive Stile der Kreativität messen, sind nicht dazu entwickelt worden, um Menschen in irgendwelche Schubladen zu stecken. Wichtig ist zu wissen, dass es hier weder gute noch schlechte Werte gibt. Unternehmen brauchen unterschiedliche kognitive Stile, um zu Innovation zu kommen. Die unterschiedlichen Stile spielen ihre Stärken an verschiedenen Stellen des Innovationsprozesses aus und sind für verschiedene Arten der Innovation besonders relevant.
Bewusstsein über die persönlichen Präferenzen der kreativen Problemlösung hilft dabei,
  • das eigene Verhalten und das Verhalten anderer im kreativen Prozess besser zu verstehen
  • die Stil-Unterschiede positiv zu nutzen
  • bessere Teams zusammen zustellen
  • die Arbeit in Teams besser aufzuteilen
  • zu besseren Ergebnissen zu kommen

Die Krux mit den Präferenzen ist, dass sich gleich und gleich gern gesellt. Menschen mit ähnlichen kognitiven Stilen empfinden die Zusammenarbeit meist als sehr angenehm, wohingegen unterschiedliche Stile, oft zu Reibungen führen können. Das führt dazu, dass Unternehmen und Teams gerne Menschen rekrutieren, die ähnlich ticken, oder diejenigen die anders ticken, es schwer haben, gehört zu werden! Wenn diese Unterschiede zu groß sind und es kein Bewusstsein für diese Stilunterschiede gibt, kann dies schnell zu Konflikten führen. Bei jemandem der weit im Innovatoren-Bereich ist, hätte dies wohl in vielen Unternehmen dazu geführt, dass man sich von ihm trennt, weil er sich zu wenig in Strukturen einpassen kann und zu viel und zu radikal verändert. So vermutlich auch von Steve Jobs.

Mind Mapping Onlinekurs jetzt für 13,99 Euro

Donnerstag, 3. Mai 2012

Der creaffective Mind Mapping Onlinekurs wird zwei Jahre alt und ist in den letzten zwei Jahren über 2000 Mal absolviert worden, was mich natürlich sehr freut.

Der Kurs vermittelt die Erstellungsweise und die Einsatzgebiete des Mind Mapping an Hand von kurzen Erklärungsvideos und vielen praktischen Übungen, die dann im Kurs besprochen werden. Nach dem Kurs können die Teilnehmer Mind Mapping gekonnt einsetzen in für sie relevanten Einsatzgebieten.

Das Jubiläum möchte ich auch preislich feiern: Statt 39 Euro wird der Kurs für begrenzte Zeit 13,99 Euro kosten. Zugang zum Kurs gibt es über die creaffective Website.

Ich wünsche auch den neuen Nutzern viel Spaß beim Erlernen und beim Einsatz der Technik!

(Virtuelle) Räume für mehr Kreativität

Dienstag, 1. Mai 2012

Die räumliche Umgebung spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle für das kreative Potenzial der Leute in den Räumen. In Grautönen gehaltene Büros, die angeordnet sind wie Exceltabellen, stimulieren Kreativität definitiv nicht. Verspielte Büros wie die weltweit durch die Medien gegangenen Räume von Google oder IDEO dagegen schon.

Wie mein Kollege Andy Burnett aus Buffalo in seiner TED-Rede zeigt, sind diese Art von stimulierenden Büros leider immer noch für den Großteil der Büroarbeiter fast unerreichbar. Das International Center for Studies in Creativity in Buffalo experimentiert daher damit, stimulierende Räume in der virtuellen Welt nachzubauen, zum Beispiel in Second Life oder ähnlichen Umgebungen, um ein stimulierenderes Umfeld mehreren Leuten zugänglich zu machen.

Wer letztes Jahr den Onlinekurs "systematisches kreatives Denken" von creaffective mitgemacht hat, wird die Stimme von Andy erkennen.

Im Video werden auch die Gondeln aus dem Google-Büro in Zürich gezeigt. Mit einem Kunden in Australien hatte ich kürzlich eine Diskussion, dass solche "Spielerein" doch viel zu teuer seien für normale Büros. Er war dann sehr erstaunt zu hören, dass es diese ausrangierten Gondeln für 500 Euro gibt und diese damit sogar billiger sind als einen Tisch mit vier Stühlen in den Raum zu stellen.

Wer out-of-the-box denken will, muss zuerst die Box kennen

Freitag, 27. April 2012

Das englische Wort Out-of-the-box-thinking hat es auch ins Deutsche geschafft; man hört es oft, dass es darum gehe out-of-the-box zu denken. Es ist ein geflügelter Begriff für kreatives und ungewöhnliches Denken, das Verlassen von Begrenzungen im Denken und das Hinterfragen von Annahmen.

Die amerikanische Choreographin Twyla Tharp hat in Ihrem Buch "the creative habit" beschrieben, wie sie an ein neues Projekt rangeht, wenn es zum Beispiel darum geht ein neues Bühnenstück zu choreographieren. Ausgangspunkt für alle Ihre Bühnenstücke und für jedes Projekt ist eine große schwarze Box in die sämtliche Recherergebnisse der nächsten Wochen und Monate reinkommen, alle Fundstücke, Daten, Fakten und möglicherweise mit dem Projekt in Zusammenhang stehende Dinge landen in dieser Box. Tharp konstruiert sich somit Ihre Projekt-Box die den Status quo absteckt und definiert. Erst wenn diese Box vorhanden ist und Form angenommen hat, dann ist nach Tharp out-of-the-box-Denken in Hinblick auf neue Lösungen möglich.

Vor der kreativen Problemlösung kommt die kreative Problemdefinition


Bild 1: Creative Problem Solving
Viele Zitate, die anerkannten kreativen Denkern zugeschrieben werden, weisen auf die Bedeutung der Schritte vor der Entwicklung origineller Ideen und Lösungen hin. Einstein hält die Definition der richtigen Frage wichtiger als das Finden von Lösungen. "Es ist besser ungefähr richtig zu legen, als exakt daneben" lautet ein anderes Zitat, was darauf hinweist, erst die Innovationsstoßrichtung besser zu verstehen, bevor man sich an die Lösungsentwicklung macht.

In den großen Schulen der kreativen Problemlösung wie dem Creative Problem Solving Modell (Bild 1) und dem Design Thinking (Bild 2) steht die kreative Problemdefinition vor der kreativen Problemlösung. Im Creative Problem Solving Modell sind das die Schritte Situation einschätzen und Herausforderungen formulieren im Design Thinking spricht man VerstehenBeobachten und Synthese. Zuerst wird als die Box definiert, dann kann außerhalb der Box gedacht werden. Auch dabei der Definition der Box ist eine Menge Kreativität nötig, gilt es doch Annahmen zu hinterfragen und möglichst viele – anfangs widersprüchliche – Informationen zu verarbeiten und daraus Sinn abzuleiten.

Wer also erfolgreich out-of-the-box denken möchte, sollte zuerst Zeit darauf verwenden, die Box zu beschreiben.
Bild 2: Design Thinking

Was Human Resources (HR) zu Innovation beitragen kann

Mittwoch, 18. April 2012

Die aktuelle Ausgabe (April / Mai 2012) des Magazins Human Resources Manager hat den Themenschwerpunkt Kreativität und beschäftigt sich dabei auch mit der Frage, wie Personaler dazu beitragen können, ein Unternehmen kreativer zu machen und Innovation zu unterstützen.

Die zitierten Experten stellen den Personalabteilungen in dieser Hinsicht kein gutes Zeugnis aus, so "wird beim Recruiting oft nicht auf das Innovationspotenzial geachtet", ja sogar im Gegenteil, Wissenschaftler haben laut Human Resources Manager beobachtet, dass die Personalabteilungen Querdenker gerne herausfiltern und bewusst nicht einstellen. Organisationen rekrutieren also gerne Leute, die ähnlich sind, wie die bereits im Unternehmen arbeitenden, was sich nicht positiv auf das kreative Potenzial auswirkt.
Aus vergangenen Projekten zum diesem Thema mit unseren Kunden gibt es meiner Meinung einige Ansatzpunkte, an denen Personalabteilungen unterstützen können, die Innovationskraft von Unternehmen zu stärken.

Mitarbeiterauswahl / Recruiting: Bewusst auf Fertigkeiten der Kreativität achten


Das vorhandene Fachwissen eines potenziellen Bewerbers mag man als notwendige Grundvoraussetzung sehen. Grundlegendes Wissen in einem bestimmten Fachgebiet ist in der Tat notwendig, um in einem Feld kreativ zu sein.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von kreativitätsrelevanten Fertigkeiten, nach denen man im Mitarbeiterauswahlprozess suchen kann. Die Forschungsarbeiten, die zum Buch "the innovator’s DNA" geführt haben, haben fünf sogenannte (trainierbare) Entdeckerfertigkeiten identifiziert, durch die sich innovative Menschen auszeichnen, nach welchen man auch beim Recruiting Ausschau halten kann:
  • Assoziatives Denken: Die Fähigkeit ungewohnte Verknüpfungen zwischen verschiedenen Themengebieten, Fragestellungen und Ideen herzustellen.
  • Frageverhalten: Die Fertigkeit viele Fragen zu stellen, sowohl beschreibende Fragen (was, wo, wer, wann, wie) als auch disruptive Fragen (warum? warum nicht? was wäre, wenn?). Dazu gehört auch Mut von Seiten der Fragenden, denn kreative Menschen mit ausgeprägtem Frageverhalten haben keine Scheu vor anderen „dumm dazustehen“ und „dumme Fragen“ zu stellen.
  • Beobachtungsfähigkeiten: Kreative Leute beobachten ihre Umgebung genau und entdecken Kleinigkeiten oder andere Blickwinkel, die anderen oft entgehen, weil sie nicht aktiv danach suchen
  • Experimentierfreude: Kreative Menschen sind neugierig und probieren gerne Unterschiedliches, Ungewohntes aus und sind auf der Suche nach neuen Eindrücken.

Ein weiterer Faktor, der Kreativität in Menschen fördern kann ist ein nicht geradliniger Lebenslauf, also jemand der bereits viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht hat und Stationen in seinem Leben hatte, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Dadurch lassen sich übergreifend Verbindungen herstellen, die sehr hilfreich sein können. Gerade in Deutschland wird im Gegensatz dazu ja immer noch stark darauf geachtet, dass der Lebenslauf nicht "brüchig" ist und man einen klaren "roten Faden" sieht. Falls dieser nicht da ist, gibt es ganz Bücher die Bewerbern erklären, wie sie diese "Brüche" so verkaufen können, das es "stimmig" wirkt.

Schließlich gibt es Instrumente um die Präferenzen des kreativen Denkens und andere kreativitätsrelevante Verhaltensweisen zu messen. Diese Instrumente wie zum Beispiel Foursight, eignen sich sehr gut, um innovative Teams zusammen zu stellen und Menschen anhand ihrer Präferenzen der kreativen Problemlösung einzusetzen. Zugegeben, man muss beim Recruiting mit diesen Instrumenten insofern vorsichtig sein, als die Ergebnisse nur akkurat sind, wenn die Teilnehmer nicht sozial erwünscht antworten. Eine Gefahr die beim Recruiting durchaus besteht.

Mitarbeiterentwicklung: Kreative Potenzial unterstützen und fördern


Kreativität und Denk- und Verhaltensweisen, die Innovation begünstigen, können bewusst trainiert, verbessert und ausgebildet werden. Dieses Ergebnis liefern die meisten wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema.
Für HR gibt es somit auch hier einige Ansatzpunkte, zu unterstützen:
  • Trainings die zum Ziel haben, die kreativen Fähigkeiten von Mitarbeitern zu stärken und Einstellungen, Denk- und Verhaltensweisen von Innovatoren zu entwickeln. Wir bezeichnen diese Trainings auch als Kreativitätstrainings. Diese Trainings sind effektiv, es gibt allerdings ein paar Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, die gegeben sein müssen, damit Kreativitätstrainings effektiv sein können. Leider scheuen sich manche Unternehmen, diese Rahmenbedingungen zu schaffen.
  • Gezielt organisierte Workshops, um Lösungen für ein Thema zu erarbeiten, können eine weitere Maßnahme sein. In diesen Workshops werden Wissensträger aus unterschiedlichen Bereichen zusammengebracht, um strukturiert Lösungen für ein Thema zu suchen. Wir von creaffective sprechen hier auch von einem Kreativworkshop oder Innovationsworkshop. In diesen Innovationsworkshops werden mit Hilfe eines (internen oder externen) Moderators und unter Einsatz von Vorgehensweisen der kreativen Problemlösung neue Lösungen erarbeitet. HR kann, wie dies auch bei Kunden von uns passiert, dazu beitragen diese Innovationsworkshops anzubieten, bekannt zu machen, zu organisieren und zu etablieren.

Rahmenbedingungen für Kreatvität schaffen


Ein weiterer Aspekt, je nach Unternehmensgröße gibt es andere zuständige Abteilungen, ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die Kreativität und Innovation im Unternehmen unterstützen. Dies kann die Organisation von Veranstaltungen sein, um Austausch und Wissensteilung zu ermöglichen (z.B. auch von Leuten, die durch Kreativitätstrainings gelaufen sind) oder auch Arbeits- und Projekträume so auszustatten, dass dort kreativ gearbeitet werden kann, denn auch die Raumgestaltung trägt einen nicht unwichtigen Teil dazu bei, dass Kreativität entstehen kann.

20 Prinzipien der Innovation

Donnerstag, 12. April 2012

Diego Rodriguez, IDEO partner und Professor des Hasso Plattner Institute of Design an der Stanford Universität schreibt den schönen Blog metacool.
In vielen seiner Artikel zu den Themen Innovation und Design Thinking verweist er auf 20 Innovationsprinzipien, mit deren Beachtung man seiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit zu Innovation zu kommen deutlich erhöhen kann.
Jedes dieser Prinzipien hat Rodriguez ausführlich erklärt und mit vielen Beispielen unterfüttert. Viele dieser Prinzipien decken sich mit Elementen aus unserer Arbeit und kommen in unseren Kreativitätstrainings und Innovationsworkshops zum Einsatz. Die Lektüre dieser Prinzipien auf Rodriguez englischsprachigem Blog lohnt sich für jeden, der mit Innovation zu tun hat und Neues in die Welt bringen möchte.

Ich möchte die Prinzipien in freier Übersetzung auf Deutsch in Kürze vorstellen:

Innovationsprinzip 1: Erfahre die Welt, anstatt darüber zu reden, dass man die Welt erfahren müsse


Anstatt Marktforschungsberichte und Studien zu lesen, sollte man die Welt selbst erleben. Zusammenfassungen aus Studien sind immer mit Verlusten behaftet und liefern nicht die Erkenntnisse und Einsichten, die man beim eigenständigen Beobachten von Nutzer bekommt.

Innovationsprinzip 2: Sehe und höre mit dem Geist eines Kindes


Kinder, bevor es ihnen in der Schule abtrainiert wird, sind offen und neugierig gegenüber der Welt. Dadurch, dass sie noch wenige Beurteilungskriterien haben, die sie an Dinge anlegen, fällt Ihnen auch das divergierende Denken besonders leicht. Rodriguez betont, dass es sich dabei um eine (wieder)erlernbare Fähigkeit handelt: "Having an open mind requires one to suspend (or at least defer) judgment. This is an acquired skill."
Eine Möglichkeit, seine Neugier zu trainieren ist es viel und vielfältig zu lesen.

Innovationsprinzip 3: Frage immer: "Wie möchten wir, dass sich die Leute fühlen, nachdem sie das erlebt haben?"


Beim Entwerfen von Erlebnissen (bei Produkten und Dienstleistungen) ist es wichtig, das gesamte Nutzererlebnis im Auge zu haben, nicht nur einen begrenzten Ausschnitt. Ein interessantes Beispiel, das er nennt ist das Erlebnis einer Trekkingtour in Bhutan im Vergleich zu einer Trekkingtour in Nepal.

Innovationsprinzip 4: Erstelle Prototypen als ob du Recht hättest. Höre zu als ob du daneben liegen würdest


Im Design Thinking Vorgehen versucht man Ideen möglichst schnell konkret erfahrbar zu machen durch das Erstellen von Prototypen. Ein Ziel des Prototypen ist es eine Antwort dafür zu bekommen, ob eine Idee funktioniert. Beim Erstellen des Prototypen geht es darum, diesen nach bestem Wissen und Gewissen zu bauen, so als wüsste man, wie die Idee richtig funktionieren wird.
Beim Testen des Prototypen mit Nutzern geht es darum, sehr offen zu sein für die Rückmeldung die man bekommt, auch wenn es nicht das ist, was man sich vielleicht als Antwort wünschen würde. Nur so lernt man und kann eine Idee verbessern.

Innovationsprinzip 5: Von allem kann ein Prototyp erstellt werden. Du kannst mit allem einen Prototypen erstellen.


Ein Satz aus Rodriguez Beschreibung drückt es schön aus: "Prototyping is the lingua franca of innovation". Je schneller man einen Prototypen von einer Idee erstellt, egal um welche Art von Idee es sich handelt, desto schneller bekommt man ein konkretes Gespür für die Stärken und Schwächen der Idee. Man kann auch Ideen, die nicht greifbar Sinn als Prototyp darstellen, zum Beispiel, indem man Rollenspiele etc. nutzt.

Innovationsprinzip 6: Lebe dein Leben am Schnittpunkt...


...von Verlangen, Rentabilität und Machbarkeit. Gute Innovation berücksichtigt alle drei Aspekte: Das Verlagen von Menschen (was wollen wir wirklich?), die technische Machbarkeit (was lässt sich machen?) und die wirtschaftliche Rentabilität. Das Besondere am Design Thinking Ansatz ist es, das Verlangen von Menschen als Ausgangspunkt des Innovationsprozesses zu stellen.

Innovationsprinzip 7: Entwickle ein Gespür für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der Innovation


Man kann Innovation nach dem Grad der Neuheit und Radikalität unterscheiden. So gibt es neben der inkrementellen schrittweisen Innovation, die evolutionäre (semi-radikale) und die revolutionäre (radikale) Innovation.
Diese unterschiedlichen Arten der Innovation erfordern unterschiedliche Rahmenbedingungen in Organisationen, um diese hervorzubringen. Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Buch "the other side of innovation".

Innovationsprinzip 8: Die meisten neuen Ideen sind es nicht


Dieses Prinzip kann ich aus eigener Erfahrung mit Kunden nur bestätigen. Es ist immer die radikal neue Wow-Idee gesucht. Oft stellen die Leute dann fest, dass es fast alles irgendwie schon gibt, oder schon einmal angedacht wurde. Damit müssen wir leben! Ideen, die noch nie vorher gedacht wurden, sind äußerst selten.
Wichtig ist nun zu verstehen, dass eine Idee haben und eine Idee wirklich zur Umsetzung zu bringen zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Die eigentliche Innovationsleistung steckt meist nicht in der Idee, sondern in der Arbeit von dieser Erstidee zu einer konkreten Lösung zu kommen. Und diese Schritte des Innovationsprozesses bedürfen einer Menge Kreativität!

Innovationsprinzip 9: Gute Ideen zu verwerfen ist eine gute Idee


Es gibt zwei große Stolpersteine auf dem Weg zu Innovation. Ideen zu schnell zu verwerfen ("das geht nicht" oder "das haben wir noch nie so gemacht") und sich zu schnell in Ideen zu verlieben und damit zu schnell an einer Idee festzuhalten und nicht mehr offen zu sein, für andere möglicherweise noch bessere Ideen. Aus diesem Grund kann es gut sein Ideen, die Liebe auf den ersten Blick darstellen, zu verwerfen, um nach noch besseren Lösungen zu suchen.

Innovationsprinzip 10: Babyschritte führen oft zu großen Sprüngen


Statt im Innovationsprozess große Sprünge zu machen, kann es sinnvoll sein, Aufgaben in kleine einfache Schritte herunterzubrechen. Nach jedem Babyschritt ist nämlich eine Anpassung und Veränderung des Kurses möglich. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit in die richtige Richtung zu gehen. Viele kleine und günstige Iterationen sind besser als ein großer "durchdachter" Wurf.

Innovationsprinzip 11: Jeder benötigt Zeit zum innovieren


Dieses Prinzip weißt auf zwei wichtige Aspekte hin. Einmal die Tatsache, dass Innovation Zeit benötigt. Zeit ist das was die meisten Menschen in Unternehmen empfinden nicht zu haben, wie wir von creaffective in einer Umfrage herausgefunden haben. Je höher der Radikalitätsgrad einer Innovation sein soll, desto mehr Zeit wird benötigt.
Der zweite Aspekt, der in diesem Prinzip steckt ist, dass Innovation nicht nur Aufgabe von bestimmten Leuten im Unternehmen ist, sondern jeder – egal ob unten oder oben – zur Innovationskraft beitragen kann.

Innovationsprinzip 12: Anstatt zu managen, versuche zu kultivieren


Dieses Prinzip richtet sich an Führungskräfte.
Managen ist nach Rodriguez Definition das Vorgeben von Dingen. Das ist es jedoch nicht, was Innovation hauptsächlich benötigt. Innovation benötigt also weniger Innovationsmanagement und dafür mehr Innovationskultivierung. Unter Kultivierung versteht Rodriguez, die Rahmenbedingungen und Ressourcen so zu gestalten, dass die Kreativität der Leute zum Tragen kommen kann und Innovation möglich wird. Dies beinhaltet, um im Bild des Gärtners zu bleiben, die gegenseitige Bestäubung von Innovationspflänzchen zu ermöglichen, sowohl von Ihnen als auch von außen.

Innovationsprinzip 13: Mache alles richtig und du wirst trotzdem Scheitern


Innovation, definiert als das Einführen von etwas Neuem, schließt auch immer die Möglichkeit ein zu Scheitern. Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass man scheitert, denn es handelt sich bei Innovation ja oft um etwas Neues, bisher nicht Dagewesenes. Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sind da nicht unbedingt verlässlich. Wichtig sei es nun aus diesen Erfahrungen zu lernen und diese nicht zu verdrängen oder zu vertuschen.

Innovationsprinzip 14: Fehler sind unangenehm aber lehrreich


Dieses Prinzip schließt an das vorherige an. Keiner macht gerne Fehler oder scheitert gerne. Aber wenn man schon Fehler macht, dann sollte man diese wenigstens dazu nutzen, um daraus zu lernen. Dazu bedarf es eines entsprechenden Mindsets, das man kultivieren kann.

Innovationsprinzip 15: Feiere Fehler, die durch Tun zustande kommen. Merze Fehler des Unterlassens aus.


Wenn Menschen Dinge tun, werden Fehler passieren. Fehler sind fast nicht zu vermeiden. Besonders im Hinblick auf Innovation trifft dies zu. Ein viel schlimmerer Fehler, als zu Handeln ist es, nichts zu tun (aus Angst vor Fehlern). Deshalb sollte man durchdachtes und mutiges Handeln, obwohl es zu Fehlern geführt hat, belohnen!
In unseren Kreativitätstrainings bringe ich immer das Beispiel der indischen Firma Tata die einen Preis für den Fehler des Jahres vergibt. Damit soll das mutige und durchdachte Handeln eines Teams belohnt werden, die bewusst ein Risiko eingegangen sind, um zu Innovation zu kommen, dabei aber gescheitert sind. In der Beschreibung der Auszeichnung bei Tata heißt es dazu: "Wir alle wissen, dass intelligente Fehler von heute, die Bausteine für die Erfolge von morgen sind."

Innovationsprinzip 16: Verstehe die Zusammensetzung von Teams


Innovation ist eine Team-Leistung. Die Zeiten des genialen Denkers im stillen Kämmerchen sind vorbei. Daher ist es wichtig, Innovationsteams richtig zusammen zu stellen. Diese sollten aus Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Fachrichtungen bestehen, sich trotzdem fachlich auskennen und ein Verständnis bzw. eine gemeinsame Sprache in Hinblick auf Kreativprozesse sprechen.

Innovationsprinzip 17: Es sind nicht die Jahre, sondern die Anzahl der zurückgelegten Kilometer, die zählen


Dieses Prinzip ist sehr spannend.
Es gibt Situationen mit geringer Varianz, wo es darauf ankommt, immer die gleichen Aktionen nach einem bestehenden Standard sicher auszuführen. Dazu gehören zum Beispiel das Fliegen eines Flugzeuges oder die Durchführung einer Herz-OP. Je länger ein Mensch bereits Übung in immer der gleichen Situation hat, desto besser und sicherer wird er diese vermutlich bewältigen. Hier zählen Jahre.
Bei Innovation handelt es sich um Situation mit hoher Varianz. Hier geht es nicht um immer die gleichen Aktionen, die einem Standard folgen, sondern stets um etwas Neus und Unbekanntes. Hier nutzt eine Anzahl an Jahren Erfahrung in einem Feld per se erst mal wenig. Hier ist es relevanter, wie viele Erfahrung jemand im Prozess der Innovation hat, das wie oft jemand bereits etwas Neues in die Welt gebracht hat. Die Anzahl der zurück gelegten Innovations-Kilometer spielt die wichtigere Rolle. Rodriguez bringt das schöne Beispiel, dass ein 26 jähriger Ingenieur der mehrmals pro Jahr einen Rennwagen verändern musste mehr Innovations-Kilometer zurück gelegt hat, als ein Ingenieur mit 20 Jahren Berufserfahrung, der in dieser Zeit an der Einführung von drei Fahrzeugserien beteiligt war.

Innovationsprinzip 18: Lerne den Haarball in eine Umlaufbahn zu bringen


Da gibt es sicher bessere Übersetzungen.
Innovation, besonders die ersten Schritte des Prozesses sind eine haarige Angelegenheit, geprägt durch große Unklarheit, großes Durcheinander, wenig Struktur und vielen Mehrdeutigkeiten. Dies ist Teil des Innovationsprozesses. Hier passiert viel Ungeplantes und der Zufall spielt eine Rolle. Diesen Zustand muss man akzeptieren und aushalten. Man sollte nicht versuchen, hier zu schnell Struktur oder Standards hineinzubringen, da man sonst zu schnell in eine Richtung (vermutlich die falsche) festgelegt ist. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass sich viele Menschen in dieser Situation sehr unwohl fühlen und den erst besten Strohhalm greifen, der Stabilität und Richtung verspricht.

Innovationsprinzip 19: Habe eine Meinung


Auch dies kann ich aus eigener Erfahrung in der Moderation von Innovationsworkshops bestätigen: Im Laufe des Innovationsprozesses muss man sich von vielen "tollen" Ideen trennen. Man generiert zwar viele, das heißt jedoch nicht, dass man alle berücksichtigen kann. Obwohl es darauf ankommt, Idee nicht vorschnell zu verwerfen und sich nicht zu schnell in Ideen zu verlieben, kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man das Wichtige vom Unwichtigen trennen muss und eine Meinung dazu haben muss, was wichtig und was unwichtig ist.

Innovationsprinzip 20: Sei außergewöhnlich


"Great things come from a total, unwavering commitment to being remarkable." In Innovationsprojekten ist es von den Beteiligten wichtig, Willen und Leidenschaft für das Projekt zu zeigen. Nur so kann nach Rodriguez Integrität in Menschen entstehen zu seinen Werten und Vorgehensweisen zu stehen, auch gegen Widerstände. Ohne diesen Willen, das überzeugt sein und die Leidenschaft wird man den steinigen Weg der Innovation vielleicht nicht gehen: "If your boss doesn't understand your desire to ship something mind-blowing, she may not get why you are "wasting" valuable project schedule sitting out in a shopping mall, just watching people."

Wer tiefer einsteigen möchte, dem kann ich die Lektüre der Prinzipien im Original nur empfehlen.

World Creativity and Innovation Week 在台灣

Mittwoch, 11. April 2012

前兩天介紹APRIL 15 - 21是世界創意創新週。台灣有一群對創意創新有熱誠的人要邀請大家一起慶祝每個人獨特的創意。我們成立的一個World Creativity and Innovation Week, Taiwan 的Facebook。相關活動都會在那分享,歡迎志同道合的人一起共享。若您也有其他的活動願意分享,都請歡迎在World Creativity and Innovation Week, Taiwan 的Facebook留言公告。大家一起來慶祝你的創意能量吧!

世界創意創新週(4月15-21日) is coming!

Freitag, 6. April 2012

本文提供繁體中文版簡體版


一年一度世界創意創新週WCIW(4月15-21日)又即將到來。你準備好要怎麼和你的親友、同學、同事、陌生人或是自己一個人慶祝你們的創造力及創新力了嗎?世界創意創新週WCIW是起於2002年,不論是商場上、家裡、企業內、學校或是社區及一般個人,已經在全球超過46個國家從李奧納多.達文西的生日4/15起到4/21,ㄧ起用各式各樣的方式讓周遭更有生氣與活力,鼓勵自己與周遭的親朋好友一起享受及表達他們的創造力來慶祝人類獨特的創意創新能力。關於WCIW的相關資訊,可以參考其官網

WCIC的網站上提供了一些慶祝點子供你參考,你可以從中得到一些靈感,創造你自己獨特的慶祝方式。不要說你沒有創意,相信我,一但當你開始慶祝時,你將會為你自己是個創意點子王而感到驕傲驚喜。

在家慶祝的點子參考這裡.

在學校慶祝的點子參考這裡

在公司慶祝的點子參考這裡

creaffective想要邀請台灣或是大陸的朋友們一起參與這有意義的活動。已經有一些台灣的朋友開始腦力激盪要怎麼邀請大家一起慶祝。屆時有公開活動,creaffective會在這裡和大家分享資訊。如果你有什麼想法,或是已有一些活動歡迎其他人一起參加的,也請和我們說。我們會在這幫你一起邀請同好參與你的慶祝活動。

只想自己默默慶祝的人,我在這裡有個建議,不如先開始改變你辦公桌或是家裡的擺設,營造一個創意的空間。也許更多的創意想法就源源不絕唷。

破產算什麼?巧克力王國重生!

Mittwoch, 4. April 2012

本文提供繁體中文版簡體版



當坊間的巧克力清一色都來自少數大公司, 甚至來源都出自相同的供應商時,Zotter 手工巧克力坊如何突破重重難關, 躍上賣場架上?


此篇文章原刊於動腦雜




約瑟夫‧卓特(Josef Zotter),一位打破舊思維,建立巧克力王國的奧地利企業家。同時,卓特也發展出一套成功的商業模式,使他的手工巧克力坊成為哈佛商業學院案例研究課程中,唯一的奧地利企業。最特別的是,卓特竟然要求客戶來適應他的巧克力王國。
全球的巧克力市場是由少數大公司所主導,這些巧克力大廠賣的都是售價相近、口味大同小異的產品,甚至巧克力的來源都出自相同的供應商。
唯一的區別是包裝上印的品牌名稱。他們只專注於巧克力生產環節中的一小部分,其餘都外包給專業供應商,而這也正是當前商業管理的主流作法。


商品精雕細琢. 高品質就算成本貴一點也無所謂


Zotter手工巧克力坊則持完全不同的理念:Zotter從接洽種植可可豆的農民,到烘焙豆子後續處理過程,他都自己來,不假他人之手。與一般大廠重效率不重質的最大不同是,他在生產過程中要求高品質,即使效率較低也無所謂,這也造成Zotter手工巧克力的高價位。他們每公斤巧克力要價49歐元(約新台幣2,043元),一般巧克力大廠卻只需16歐元(約新台幣667元)。
有別於一般大廠只提供10種口味的巧克力,他卻端出約300種令人驚豔、顛覆既有口味的巧克力,如魚香椰子口味。除了口味大膽創新外,Zotter在包裝設計上也令人耳目一新。他邀請住在柏林的奧地利美術設計師安德烈亞斯‧葛拉切為每一款巧克力分別設計極具藝術氣息的外裝。卓特認為製作巧克力是一門藝術,有藝術感的包裝才能彰顯其精神所在。
Zotter巧克力從可可豆到巧克力棒的整個生產過程,都在位於奧地利的一個偏遠的小村莊。Zotter的名氣使他的巧克力工坊成為奧地利Steyr地區的第二大旅遊景點,每天都有數百輛參訪車潮,停在工廠前面。


混搭巧克力吧. 18萬種巧克力組合任君挑選


目前卓特的公司每年營業額約1,400萬歐元(約新台幣5.8億元),其中55%來自奧地利的公司,45%來自Zotter其他國家的分公司,而在亞洲Zotter只在韓國設立分公司。雖然 Zotter在頂級巧克力市場的佔有率只有5%,但他對於提高市場占有率,並不是特別在意。
他真正感興趣且在乎的是如何維持巧克力的高品質。他的巧克力工坊中約有100名員工,其中大部分是住在附近的居民,他們甚至都是走路來上班。卓特支付的工資高於同行約25%,每年還提供8週假期。製作巧克力所需的原料都盡量從當地取得,如牛奶和糖等。此外,他只使用有機栽種及經過公平交易證認的原料。
這所有的一切都始於1999年,卓特在他父母的農場建立了他的巧克力工坊,開始探索如何開發出風味獨特,且種類多元的巧克力。2002年,他在巧克力工坊創立了「迴轉巧克力吧」(有點類似迴轉壽司的概念),讓人們可以品嚐不同風味的巧克力,將巧克力生產過程成為一個有趣的消費者互動體驗。
2004年,他多次前往南美探訪可可農民,研究可可並了解其栽培方法。在這期間,他知道南非的可可農民所處的困境,及一般巧克力大廠所給的極差待遇。
在考察回來後,2004年,他進一步創造巧克力體驗劇院,使Zotter巧克力的生產製造過程透明化,參觀者可以試吃他們300種不同口味的巧克力。如今他的巧克力體驗劇院每年吸引來自世界各地超過17萬的觀眾。
2009年,他利用加盟店的概念,在奧地利及德國其他城市分設了數家Zotter巧克力體驗店。他最新的妙計是建立「混搭巧克力吧」,這有點類似Web2.0個人化的概念,讓消費者自行製作有個人風格的巧克力,並在多達18萬種組合中,選取個人專屬的巧克力口味。


從破產到成功. 記取失敗教訓獲得重生


現在的Zotter看起來非常成功,但這一切並非憑空得來。正如許多成功的企業家,這是歷經許多努力的結果。他父親在 60年代開始採用先進的農耕策略,只種幾種水果,且每樣水果也只種一個品種,同時還使用人工肥料來提高產量和效率。這樣的策略讓卓特看了很難過。在他看來這只會造成水果品質降低,也減少了品種的多樣性。
成為一名廚師並在奧地利工作幾年後,卓特前往美國到紐約世界貿易中心裡一家著名的餐廳工作。當年的他只有25歲,在紐約著名餐廳擔任廚師,並擁有優渥的薪水。但這並不能滿足他當時的野心,甚至發現美國的農業狀況比歐洲更差。因此,他返回奧地利Steyr區的首都拉茨,1987年在格拉茨開了一家製作精美糕點的蛋糕店。
蛋糕店的生意扶搖直升,也漸漸建立起口碑。野心勃勃的卓特想要擴大業務,旋即在格拉茨
開了4家門市。快速擴展的結果,迫使他在1996不得不宣布破產,也失去了一切。事後他分析自己失敗的原因:「我雖開了一家好的蛋糕店,但是這地區沒有大到足以容納這麼多的店。」
接下來的3年雖是他最困苦的日子,但他對那段經驗滿懷感激,與本專欄所提到的其他創新思
維者相同的是,卓特會從失敗中學到教訓。1999年他建立目前的巧克力王國,就是重新站起來的成功嘗試。


創新消費模式. 價格雙倍飆漲數量卻減半


Source: www.zotter.at

在卓特看來,目前經濟和農業的交易方式都是不公平且無法永續。卓特認為大多數人失去了衡量食物價值的能力,他們用1歐元買1公斤的劣質肉品,卻花費數百歐元在「愚蠢的電視和手機」上。他不斷強調自己對當前瘋狂的消費行為很是反感。因此,他利用其企業中的各項活動,讓人們重新審視自己的消費模式,並學會重視欣賞高品質食物的價值。他想要證明有其他方式可以取代目前不合理的經濟和農業交易方式,而且能製造出同等品質的產品。
在接受採訪時他說,「當我看到其他公司生產的巧克力只要1歐元(約新台幣42元),我的心都在淌血。若生產出數百萬條巧克力,是可以從中獲利。但是,誰需要這麼多巧克力?為什麼不生產少量且品質好一點的巧克力呢?」卓特主張對食物的新消費模式應該是:價錢雙倍,數量減半。
這樣的策略讓公司大獲成功。但他不希望別人說他是以特殊方式支持可可農民的環保企業家。他只是為他們提供能產出上等可可豆所需的條件,並盡可能讓他們開心的工作。
卓特尊重可可農民的專業與熱情,而不是將之視為可被壓榨的廉價供應商。在這方面,他和推行tea-campaign的根特‧法汀非常類似(詳細內容請參見《動腦》418期2月號P.38「讓茶葉暢銷的瘋狂點子」)。
為了達到他建立高品質巧克力的目標,卓特為拉丁美洲的可可豆農們建立一交換制度。他讓他們飛來奧地利參觀瞭解他們種植出的可可豆究竟如何處理,又被製成怎樣的巧克力。這使得農民更具有想要種出最佳可可豆的熱情。


暢銷口味下架!迫使消費者嚐試新口味


卓特形容自己是一位會不時脫離現實的夢想家。1996年的破產對他的影響深遠,因為那使他懂得謙虛並再次回到現實。卓特也是個點子很多的人,有時他發現自己很難只專注在少數幾個點子上。
這也造成了Zotter有著300種不同口味的巧克力,還有許多獨特的組合。他意識到300種口味是消費者可以「消化」的上限。儘管如此,他每年還是創造出約60種新口味。但是如何將新口味加到現有的琳琅滿目選擇中?
依據常理,應該是抽掉目前較不受青睞的口味。但他認為,最暢銷的巧克力會對他那些獨特新創的口味造成威脅。如果他減少了口味的種類,也將減弱他的競爭力。
他不尋常的做法也迫使他的客戶去嘗試新的口味。他反其道而行:換下暢銷口味並將獨特新創的口味上架。如此一來,也確保他提供高品質且口味獨特多樣的市場定位。
卓特覺得人們嘗試新事物的次數太少。暢銷產品受歡迎度只會隨時間而下降,而不暢銷的口味則有無窮的潛力。
有些口味在市場上流通了數年都不受青睞,卻在某個瞬間大受歡迎,太早換掉不暢銷的口味反而阻斷他們發揮潛力的機會。每個巧克力口味他都給予一定的銷售時間,有時甚至是數年。
卓特所作的一切都和現今主流商業邏輯相抵觸。他沒有做任何市場調查,也沒做任何的商業評估報告,他只是追尋著對高品質巧克力的熱情。
對他來說更重要的是要把他的想法變成現實而不是賺錢。賺錢是必要的條件,但絕不是唯一目的。他堅信,對所做的事充滿熱情才能帶領出最好的人,並得到最佳的成果。


可食性動物園. 讓家畜在自然環境中成長


卓特的最新舉動是實現他一個長期的夢想。2011年5月他在所買的土地上開了一家可食動物園。他還幽默的在入口處貼著「沒有一隻動物能活著離開」的海報。這動物園展示多種家禽和家畜,如豬、牛等。同時也展出「移動蛋」,雞可隨處奔跑,想在哪下蛋就在哪下蛋。所有家畜都成長在一個完美的自然環境中,最後再成為遊客的盤中飧。他們開幕前曾引發熱烈討論,有些人認為這個概念相當恐怖。
卓特想藉此讓人反思自己食物的消費模式。他表示他看到餐館及超市提供的肉品會讓他想吐,對高品質食物心存感恩及改變消費習慣是必要。對他來說,巧克力就像是肉。我們不應該天天吃劣質的垃圾巧克力,而是每隔一段時間吃一點優質巧克力。卓特認為以目前一般的飲食習慣及食物生產模式,我們將無法在這個星球上永續生存。而卓特希望能盡一己之力,讓人們,特別是孩子們了解這一點。

Geführte Tour durch das creaffective Blog

Freitag, 30. März 2012

--- Letzte Aktualisierung 30 März 2012 ---

Das creaffective Blog gibt es seit Dezember 2006. Seitdem sind knapp 500 Artikel zu den Themen Kreativität und Innovation entstanden, seit 2010 neben Deutsch auch auf Chinesisch.

Nur sehr wenige Artikel sind tagesaktuell und nach einer gewissen Zeit uninteressant oder verfallen, im Gegenteil, die meisten der Artikel sind zeitlos von Relevanz. Viele der früheren Artikel zum Thema Mind Mapping sind inzwischen in das Buch Mind Mapping für Dummies eingeflossen, das neben der deutschen Sprache nun auch auf Englisch und Holländisch vorliegt.

Diese geführte Tour soll aus meiner Sicht wichtigste Artikel zu unseren Themen Kreativität und Innovation vorstellen und Ihnen als Leser die Orientierung und den Einstieg erleichtern, egal, ob Sie zum ersten Mal dieses Blog besuchen oder schon länger dabei sind.

Da ich selbst Leser einiger Blogs bin, weiß ich, dass auf vielen Blogs mit der Zeit viele interessante und spannende Artikel entstehen, die man als Leser später allerdings nur mit Mühe wieder findet. Als neuer Leser eines Blogs, blättert man nur selten in den Archiven, schlicht und einfach weil die Fülle an Artikeln überfordernd ist.

Eine nicht-priorisierte Liste lesenswerter Artikel:

Kreativität:


Systematisches kreatives Denken:
Kreativität und Innovation im Unternehmenskontext:
Methoden und Kreativitätstechniken:
Ideen:
Der kreative Prozess in Gruppen:
Prozessmodelle der Kreativität:

Über creaffective


creaffective ist eine Gruppe von Innovationscoaches die Organisationen weltweit in Deutsch, Englisch und Mandarin Chinesisch dabei unterstützt ihre Innovationskraft zu stärken.
Zu unseren Leistungen gehören
  • Die Moderation von Innovationsworkshops
  • Trainings des systematischen kreativen Denkens sowie Multiplikatoren zur Ausbildung von Innovationsmoderatoren
  • Begleitung bei Prozessen der nutzerzentrierten Innovation, z.B. Produktentwicklung, Dienstleistungsentwicklung
  • Beratung zu den Themen Innovationskultur, Innovationsteams und Innovationsmanagement.